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AUSSTELLUNGSTIPP – MASTERWORKS: “UNPACKING FASHION” IM MET

Mode ist viel mehr als nur etwas zum Anziehen. Sie ist genauso Gefühlsausdruck und historisches Zeugnis, sie ist ebenso Aktualität wie Kunst. Und ab dem 8. November 2016 ist sie im Metropolitan Museum of Art in New York als einzigartiges Phänomen in einer Ausstellung zusammengefasst.

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Sarah Burton for Alexander McQueen, Spring 2011

Das „Costume Institute“ hat endlich das Thema der Herbstausstellung 2016 bekannt gegeben und wir finden das klingt mehr als vielversprechend. Was uns dabei erwartet? Unter dem Titel „Masterworks: Unpacking Fashion“ werden im „Anna Wintour Costume Center“ Meisterwerke der Modehistorie präsentiert. Und zwar 60 ausgewählte Exponate aus dem 18. Jahrhundert bis in die Gegenwart. Stilprägendes, exemplarisches, avantgardistisches. Besondere Entwürfe findet man darunter ebenso, wie ausgefallene Silhouetten, Materialien oder Herstellungsmethoden.

“Unser Ziel ist es, Mode als lebendige Kunstform zu zeigen, die Geschichte interpretiert, selbst Teil der Geschichte wird und wiederum als Inspirationsquelle für andere Kunstformen fungiert”, beschreibt Chefkurator Andrew Bolton die kommende Ausstellung: “Mode ist eine Reflexion der sozialen, kulturellen und politischen Umstände und zeigt, wie sich unsere Schönheitsideale verändert haben.“

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John Galianno for Maison Margiela, Spring 2015

Und um genau das zu verdeutlichen versammeln sich im Metropolitan Museum of Art jetzt Werke von Designern, die die Modegeschichte mit ihrem avantgardistischen Stil geprägt haben. Dabei spielen die Verbindungen in der Modehistorie eine spannende Rolle: Wie hat ein Entwurf Cristóbal Balenciagas von 1964 die Kreationen John Gallianos für Maison Margiela beeinflusst? Wie sieht der Weg von den Abendkleidern aus dem Hause Vionnet der 30er Jahre hin zu den Halston-Kleidern der 80er aus? Wisst ihr nicht? Dann werdet ihr in der kommenden Ausstellung bestimmt schlauer. Und weltweit bekannte Werke, wie das „schwebende Kleid“ aus der Frühjahr/ Sommer-Kollektion von Viktor & Rolf, machen die Ausstellung zu einem besonderen Ort der Mode.

Aber woher genau kommen die stilprägenden Werke? Wie sammelt man eigentlich ein Phänomen? Die Vorgehensweise hierbei soll auch Teil der Ausstellung sein und somit transparenter gemacht werden. “Unsere Sammelstrategie hat sich in den sieben Jahrzehnten, die das Costume Institute nun Teil des MET ist, dahingehend verändert, dass wir nicht länger eine enzyklopädische Sammlung der westlichen Mode anstreben, sondern ‘Meisterwerke’ versammeln wollen”, sagt Bolton.

Unter den Schöpfern der diesjährigen ausgestellten „Masterworks“ sind die Namen der ultimativen Kult-Designer: Karl Lagerfeld, John Galliano, Iris van Herpen und Co., die mit ihren besonderen Stücken im Institut of Design zelebriert werden. Und da diese teilweise auf Kisten oder Paletten platziert werden, wirkt es, als seien sie gerade erst im MET angekommen. Damen und Herrenmode aber auch ausgewählte Accessoires finden sich in der Ausstellung zusammen mit detaillierten Beschreibungen zur modegeschichtlichen Bedeutung. Also nicht nur ein Ort um geniale Modemomente Revue passieren zu lassen, sondern auch um sich geschichtlichen Fashion-Input zu holen. Also, wann geht der nächste Flieger nach NYC?

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Text: Saskia Müller
© PR

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