Chanelzburg

CHANELZBURG

Salzburg, der rote Faden der Chanel-Kollektion und der Grund, warum Karl der Große die österreichische Stadt als Veranstaltungsort für die Métiers d´Art Show 2014 wählte. Diese ist nämlich eine Hommage an die Ateliers und das Fachwissen der Kunsthandwerkerbetriebe Salzburgs. Lagerfelds-Muse und Model Baptiste Giabicani, das „Model des Jahres“ Cara Delevingne und Nachwuchsstar Kandall Jenner gaben sich unter anderem die Ehre, bei dieser denkwürdigen Show im Schloss, in dem sich schon Kaiserin Sissi mit ihrem Franzl verlobte, mitzulaufen.

ChanelSalzburgMetiersDArts12Métiers d’Art bietet seit 2002 eine Prêt-á-Porter-Kollektion, um das Erbe der Kunsthandwerksbetriebe zu erhalten. Die ab Mai erhältliche Kollektion vereint kunsthandwerkliches Knowhow mit Modernität und setzt einen besonderen Bezug zu Österreich, denn Gabrielle Chanel, alias Coco, liebte das Land, seinen Charme, die Atmosphäre, die Natur mit seiner Berglandschaft und den möglichen, sportlichen Aktivitäten – genauso wie das gesellschaftliche Leben. Die spezielle Gesellschaft eines bestimmten Baron Hubert von Pant genoss Mademoiselle Chanel besonders – mit dem Mann, der Schlösser in Luxushotels verwandelte, begann die Designerin Anfang der 30er eine zweijährige Affäre, die österreichische Hotels ihr zweites Zuhause werden lassen sollte. Von den Jacken der Liftboys beeindruckt, ließ sie sich auch für ihre ikonischen kurzen Chanel-Jäckchen inspirieren.

Die Geschichte von Chanels Verbundenheit zu Österreich wird neben dem Event-Ort der Modenschau am 2. Dezember, dem Schloss Leopoldskron in Salzburg, auch in Karl Lagerfelds Fashion-Film „Reincarnation“ dargestellt. Hier verkörpert Cara Delevingne die Kaiserin Sissi und ein Dienstmädchen, Pharrell Williams mimt einen Liftboy – und außerdem den Kaiser Franz Joseph von Österreich. Charlie Chaplins Tochter Géraldine Chaplin spielt Coco Chanel und Lagerfeld-Liebling Baptiste Giabiconi spiegelte den Charme der Kollektion sehr anschaulich wider und war nicht nur auf dem Laufsteg, sondern gleichzeitig in dem Film als Kellner zu sehen.

Laufen mussten die Modelle, und auch Karl Lagerfeld zum Abschluss der Show, insgesamt dreimal –  da nur 300 Leute auf einmal in dem Schloss untergebracht werden konnten, wurde die Kollektion öfter hintereinander präsentiert. „Ich glaube, dass das, was diese Kollektion auszeichnet, vor allem Raffinesse ist, dass man ganz nah herangehen muss, um zu sehen, beinahe zu fühlen, um herauszufinden, wie es gemacht ist und um die Schönheit zu genießen“, erklärt Karl Lagerfeld. Zwischen funkelnden Kronleuchtern und roten und grünen Blumengedecken verschmolz die vorgestellte Kleidung auch mit dem barocken Flair des Schlosses – Karl Lagerfeld wusste, wie gewohnt, seine Kollektion rund um Rüschenkleider, Lederhosen und Halskrausen perfekt zu inszenieren. Il est condamné au succès.

Text: Paulina Wohlert
© Chanel

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