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CITY GUIDE: GESCHMACKSEXPLOSION IN DEN UNSICHT-BARS IN HAMBURG, BERLIN UND KÖLN

Normalerweise schlemmen wir unter dem Motto „das Auge isst mit“. In den unsicht-Bars in Hamburg, Berlin oder Köln müssen wir uns von diesem Sinnesorgan allerdings komplett verabschieden. Doch wie mag es wohl sein, im Stockdunkeln zu essen?

Auf der Speisekarte stehen Gerichte mit Namen wie „Mamma hat sich an den Herd gestellt und die ganze Familia aus Siena trifft sich zum Mahle“ oder „Federvieh sonnt sich, nackt unter Palmen, und knackt Nüsse“. Tausend Fragezeichen machen sich im Gesicht breit. Was versteckt sich hinter den rätselhaften Umschreibungen? Keiner weiß es und genau deshalb ist die Überraschung während des Essens im Dunkeln noch größer. Denn was wir nicht wissen, müssen wir hier erschmecken. Schließlich ist der Raum dunkel. Stockdunkel. Egal ob Augen zu oder auf – immer der gleiche pechschwarze Anblick. Das wird dann wohl nichts mit „Mal schauen was es zu Essen gibt“. Und genau das ist der Trick.

Das ganze Konzept steht unter dem Motto eines persischen Sprichwortes: “Was die Dunkelheit erfährt, wird das Licht nie sehen.“ Ohne unsere Augen benutzen zu können, sollen andere Sinne, wie Tast-, Geschmacks- oder Geruchssinn, sensibler und schärfer werden. Die Zutaten werden ganz anders wahrgenommen. Man ist dem Essen so nah wie wohl nie zuvor (nicht nur weil man es betastet). Verzehren kann man in der unsicht-Bar ein buntes Allerlei aus Fisch, Geflügel, Lamm, Käse, vegetarischem oder einer kompletten Überraschung. Gäste bekommen ein Drei- oder Vier-Gänge-Menü für rund 50 Euro serviert. Die Zutaten sollen besonders frisch und leicht im Dunkeln zu verzehren sein. Perfekt geeignet für Blind-Dates, ein Essen mit Freunden oder ein Teambuilding-Seminar.

Toll an Deutschlands erstem Dunkelrestaurant ist auch das Team: Aufgrund der Tatsache, dass auch die Kellner hier im Dunkeln tappen, werden vermehrt Menschen mit Sehbehinderung eingestellt. Durch ihre ausgeprägten Sinne bedienen sie die Kunden auch im Dunkeln sehr genau. Die Besucher selbst bekommen so einen kleinen Einblick in eine Welt ohne Sehvermögen. „Im Dunkeln ist man sich noch etwas näher“ und „Ein super interessanter Abend, bei dem die Zeit die Zeit vergessen ließ“, sind dabei ihre Feedbacks zu den unsicht-Bars.

Und ein super Extra: Sieht man das Essen, ist der Hunger viel größer und man isst sich meistens (zu) satt. Haben die Augen für kurze Zeit Pause, steht nur das wirkliche Hungergefühl im Vordergrund und damit tritt praktischerweise das Sättigungsgefühl früher ein. Wir essen deutlich weniger, wenn wir nicht sehen was auf unseren Tellern liegt. Warum also nicht das nächste Abendbrot mal mit verbundenen Augen essen?

unsicht-Bar Köln
Luxemburger Str. 319a
50939 Köln

unsicht-Bar Berlin
Gormannstr. 14
10119 Berlin-Mitte

unsicht-Bar Hamburg
Kleiner Schäferkamp 36
20357 Hamburg (Eimsbüttel/Schanzenviertel)

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Text: Saskia Müller
© PR

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