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DESIGNER: FIVE FACTS ABOUT…CHRISTIAN LOUBOUTIN

Was für ein Mensch steckt eigentlich hinter den High-Heels, die Frauen schon aus der Ferne ins Auge fallen, die uns in Verzückungen versetzten und denen man sehnsuchtsvoll hinterherschaut, wenn ihre Trägerin in ihnen vorübertänzelt. Fünf Dinge, die man über Christian Louboutin wissen sollte…

Wiedererkennungswert und Kultcharakter sind in der Modewelt oft die halbe Miete, um sich langfristig auf dem harten Pflaster der Modeindustrie zu behaupten. Christian Louboutin hat mit seinen extravaganten Designs den passenden Begleiter dafür geschaffen und sich selbst so den Weg in den Olymp der Luxus-Schuhdesigner geebnet. Denn wer kennt sie nicht, die Schuhe mit den roten Sohlen.

  1. Seine Faszination für Damenschuhe wurde bei dem jungen Christian Louboutin auf ungewöhnliche Weise geweckt: Bei einem Museumsbesuch in Paris blieb sein Blick an einem Schild hängen, das einen durchgestrichenen Pfennigabsatz zeigte. So wollte man verhindern, dass die weiblichen Besucher mit ihren Absätzen den empfindlichen Boden des Museums ruinierten. Die stilisiert-abstrakte Darstellung des Stilettos faszinierte den damals 11-jährigen Louboutin so sehr, dass er ihn von da an immer und immer wieder nachzeichnete: Das Feuer war entfacht!
  1. Seine berufliche Karriere begann Christian Louboutin dann mit einer Ausbildung beim berühmten Varietétheater “Folies Bergères“ – deren Tänzerinnen und ihre langen Beine hatten ihn schon früher in den Bann gezogen. Während damals die ersten Versuche seine Entwürfe den Künstlerinnen der Pariser Varietés zu verkaufen noch aus finanziellen Gründen scheiterten, tragen die Schuhe des Nobel-Designers heute Filmstars, Topmodels und eben all die Glücklichen, die es sich leisten können. So präsentierte sich die Dita von Teese bei einem ihrer Auftritte in dem Modell “Jojo Strass”. Ein Schuh, nein ein Kunstwerk, das mit scheinbar endlos vielen Glitzersteinen besetzt ist und für 1754 Euro die schönen Beine der Burlesque-Tänzerin zum atemberaubenden Blickfang machte.
  1. Nach seiner Zeit als freier Mitarbeiter bei Modegrößen wie Chanel, Yves Saint Laurent und Maud Frizon gründete Louboutin 1992 dann seine eigene Marke und eröffnete die erste Boutique in Paris, in der Nähe des Place des Victoires. Den kleinen Laden mit der grünen Tür in einer Seitengasse hinter dem Louvre gibt es immernoch und wenn man Glück hat, trifft man den Designer auch heute noch selbst dort an…
  1. Louboutin ist ein Visionär, der trotz seiner Erfolgsgeschichte bodenständig geblieben ist. So sagt er über sich selbst: “[…]ich mache keine Mode und werde auch nie Mode machen. Interessiert mich nicht. Furchtbar. All diese Diven da. Das ist nichts für mich.“ Und auf die Frage, was ihn inspiriere, antwortete er einmal: „Ich beziehe meine Ideen aus Filmen. Ein Stuhl, ein Tischbein kann mich inspirieren. Ein Gebäude kann inspirieren. Man muss nur seinen Blick schweifen lassen. Ich bin da wie Obelix. […] ich stehe irgendwo und plötzlich macht es bling! Nur dass mir dann kein Wildschwein vor Augen kommt, sondern ein Schuh. Entwerfen heißt, das Unmögliche zu erfinden.“
  1. Seine Leidenschaft für das Extravagante, seine unermüdliche Suche nach dem noch nicht Dagewesen, nach dem nächsten modischen Novum, in Verbindung mit einer Prise Unkonventionalität war es schließlich auch, die ihm zu seinem unverkennbaren Signet verhalf: Die rote Sohle seiner Luxuskreationen entstand, als sich seine Assistentin einmal am Schreibtisch neben ihm die Nägel lackierte. Der damalige Jungdesigner, unzufrieden mit seinem aktuellen Entwurf, griff sich kurzentschlossen ihren Nagellack und pinselte die großen schwarzen Flächen der Schuhsolen blutrot! Und et voilà: ein zeitloser Klassiker, eins der sündhaftesten und schönstes Accessoires für den weiblichen Körper, war geboren.

Text: Carla Schmidt
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