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DEUTSCHES MODEDESIGN ALS KULTURGUT: GRÜNDUNG DES GERMAN FASHION DESIGN COUNCIL

Lange Zeit hat man sich nach einer Lobbyorganisation für deutsche Mode gesehnt. Schließlich haben ähnliche Verbände die Mode anderer Länder bereits weit vorangebracht und viel für die Branche bewirkt. Auf der Konferenz des ZEIT-Magazins „Mode und Stil“ im Rahmen der Berlin Fashion Week, wurde am Montag endlich auch die Gründung des German Fashion Design Council bekanntgegeben.

Es sind die Top News aus Berlin: Mit der Vogue-Chefredakteurin Christiane Arp als Schirmherrin, haben sich renommierte deutsche Mode-Experten, Journalisten und Branchenvertreter, darunter Melissa Drier, Marie-Louise Berg, Marcus Kurz, Anita Tillmann und Carsten Diercks, zur Gründung des German Fashion Design Council (GFDC) zusammengeschlossen. Damit folgen sie etlichen internationalen Beispielen, wie etwa dem Council of Fashion Designers of America (CFDA) oder dem British Fashion Council (BFC), die längst Institutionen zur Förderung ihres nationalen Modedesigns ins Leben gerufen haben.

Das GFDC lenkt den Fokus auf deutsches Modedesign als Wirtschafts- und Kulturgut, fördert Mode-Unternehmen und Designer in ihren beruflichen Aussichten und unterstützt ebenfalls die mediale Wahrnehmung deutscher Modedesigner im In- und Ausland. Erste Resultate des Zusammenschlusses lassen sich bereits auf der Fashion Week in Berlin wahrnehmen. Neben der erstmaligen Teilnahme der Vogue an der Konferenz „Mode und Stil“ des ZEIT-Magazins, wurde auch der Berliner Mode Salon initiiert, bei dem insgesamt 18 deutsche Designer teilnahmen und damit einen wichtigen Impuls für den neuen positiven Geist in der deutschen Modeindustrie gaben.

Zum Entstehungsgrund, den primären Aufgaben und den Zielen des Vereins, äußert sich Christiane Arp als GFDC-Präsidentin folgendermaßen: “Der deutschen Modebranche mangelt es nicht an gutem Design, sondern an einer starken Lobby. Das kreative Potential in Deutschland und dessen Relevanz als Wirtschafts- und Kulturgut wird nach wie vor unterschätzt. Mit der Gründung des German Fashion Design Council haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, dies zu ändern und uns dauerhaft organisiert und gemeinschaftlich für deutsches Design stark zu machen – und zwar 365 Tage im Jahr.”

Bei allen negativen Kritiken rund um die Fashion Week in Berlin, ist dies endlich eine erfreuliche und innovative Initiative, die es ermöglicht, deutsche Mode auch international messen lassen zu können.

Text: Paulina Kulczycki

© Julia Malysch für Vogue

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