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FASHION EDITOR’S LOOK: INTO RED

Passend zum Valentinstag kümmern wir uns einmal intensiv um die Farbe der Liebe. Assoziationen wie Feuer, reife Früchte oder Blut geben der Farbe Rot eine lebensbejahende Kraft, die sich auf unsere Sinne auswirkt. Gerne auch auf unsere Garderobe…

Alarmstufe Rot! Signalfarben sind in der Mode ein gelungener Schachzug um dem Alltagsgrau zu entfliehen. Mit Stiefeletten von & Other Stories, Mantel von Dolce & Gabbana, Clutch von Victoria Beckham, dem passenden Lippenstift Chanel (Rouge Coco 36 Lune Rousse) und der richtigen Stimmung wirkt ein unifarbener Jumpsuit, wie hier von Tommy Hilfiger, Wunder. Aber so verwunderlich ist die Wirkung nicht, wenn man gewisse Faktoren berücksichtigt, die die Farbe ausmachen.

Farbwissenschaftler definieren die Farbe Rot als Illusion. Unsere Augen nehmen sie als Sinneseindruck wahr, der im Gehirn ausgelöst wird, wenn ein Licht in einer bestimmten Wellenlänge einfällt. Die Wellenlänge entscheidet also welche Farbe wir sehen. Die Farbe Rot hat eine vergleichsweise hohe Wellenlänge, zwischen 600 und 780 Nanometer. Die bekannte Wärmestrahlung einer Infrarot Lampe beträgt eine Wellenlänge bis zu einem Millimeter, Strahlung, die wir auf Grund dessen fühlen können. Deshalb assoziieren wir Rot mit Wärme, Kraft und ordnen der Farbe eine ganz besondere Ausstrahlung zu.

Rot ist aber nicht nur aus physikalischer Sicht ein interessantes Phänomen, denn auch historisch, politisch und psychologisch gibt es zu dieser Farbe einiges zu sagen. Da die Gewinnung des Farbtons Purpur durch Purpurschnecken erfolgt und der teuerste Farbstoff der Welt ist, trugen im Mittelalter nur wohlhabende und mächtige Menschen rote Kleidung. Erst im Zeitalter der französischen Revolution wurde Rot zur Farbe des Protest und der Emanzipation umfunktioniert und gesellschaftsfähig. Auch als Symbol der Arbeiterbewegung in Deutschland wurden später rote Fahnen für soziale Gerechtigkeit gehisst und ist bis heute die Parteifarbe der Sozialdemokraten.

Darüber hinaus haben Wissenschaftler herausgefunden, dass Rot unseren Appetit beeinflusst. “Rot scheint wie ein subtiles Stoppsignal zu funktionieren, das jenseits der bewussten Wahrnehmung wirkt”, sagt Konsumpsychologe Oliver Genschow im Fachmagazin Appetite. Deshalb nimmt man laut einer Studie von rotem Geschirr weniger Nahrung zu sich, als von anders farbigen Tellern. Appetitanregend wirkt Rot allerdings auf Männer. Rote Kleidung bei Frauen wirkt auf Männer nämlich anziehend, was darauf zurück zu führen ist, dass die Farbe allgemein mit sexueller Empfänglichkeit assoziiert wird. Ein fast animalischer Ursprung, denn Erregung steigert die Durchblutung der Haut. Wenn also die zweite Haut, ein roter Jumpsuit ist, dann sendet das gewisse Signale an das andere Geschlecht. Wer also noch keine Pläne für den Valentinstag hat und das gerne ändern möchte: Ihr wisst was zutun ist.

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Text: Saskia Weigel
© Patrick Schwalb

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