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FASHION NEWS: YVES SAINT LAURENT – HAUTE COUTURE COMEBACK

2002, sechs Jahre vor seinem Tod, präsentierte der Designer Yves Saint Laurent seine letzte Haute Couture-Kollektion. Mit seinem neuen Konzept „Couture Privé“ bringt Hedi Slimane nun die Haute Couture zurück ins französische Modehaus.

Haute Couture – das steht für gehobene Schneiderei, luxuriöse Materialien, Individualität und Kunst. Yves Saint Laurent präsentierte 2002 seine letzte selbstgeschneiderte Haute Couture-Kollektion im Pariser Centre Pompidou. Seitdem hat sich das Modehaus ausschließlich auf Prêt-à-porter fokussiert. Yves Saint Laurent selbst war zudem noch der erste Designer der neben der Couture auch eine preiswertere Prêt-à-porter-Linie einführte. Parallel liefen die Linien bis in die späten 70er Jahre – bis zu seinem Rückzug aus dem Modehaus 2002 konzentrierte er sich jedoch nur noch auf die Haute Couture-Kreationen.

Nicht umsonst steht auf dem Grabstein des Designers neben seinem tatsächlichen Namen auch der Titel „Couturier Francais“. Mit seinem Tod und dem Einstieg von Hedi Slimane strich das Modehaus „Yves“ aus dem Namen und heißt von da an nur noch „Saint Laurent“. Seit 2012 ist Hedi Slimane der kreative Kopf und von Anfang an war es in seinem Sinne den Geist von Yves Saint Laurent mitschwingen zu lassen und das Erbe weiterzuführen – das wird nun durch sein neues Konzept noch deutlicher: Die neuen Couture-Entwürfe, die sowohl für Frauen als auch für Männer kreiert werden, werden alle mit einem handgestickten, nummerierten Label aus elfenbeinfarbener Seide mit dem Schriftzug „Yves Saint Laurent“gekennzeichnet – ein Zeichen für die persönliche Verbindung mit Yves Saint Laurent und seiner Liebe zur Haute Couture. Was die Exklusivität von „Couture Privé“ betrifft setzt Slimane noch einen oben drauf: Die Kreationen werden nicht wie die Haute Couture-Linien anderer Modehäuser auf den entsprechenden Schauen vorgestellt. Slimane bestimmt individuell wann und für wen welcher Entwurf kreiert wird – jedoch wird ausschließlich für Freunde des Hauses entworfen!

Trotz einigen Veränderungen, unter anderem am Namen und Logo des Modehauses oder dem Design der Boutiquen ähnelt die Herangehensweise von Hedi Slimane sehr dem was Yves Saint Laurent mit der Gründung der Prêt-à-porter – Linie im Sinn hatte: Subkulturen auf den Laufsteg bringen. Haute-Couture war bisher für Slimane noch kein Thema – umso spannender ist nun das „Reform Project“, dass für Saint Laurent selbst ein wichtiger Schritt ist, was die Definition der Marke betrifft ist – „back to basics“ quasi.

Die Haute Couture ist zurück! Nicht nur bei Yves Saint Laurent sondern auch bei anderen großen Modehäusern wie Chanel boomen die exklusiven Kreationen, denn Tradition und Schneiderkunst haben für viele Kunden einen hohen Stellenwert. Die Haute Couture-Ateliers häufen sich und immer mehr Labels, auch jüngere schließen sich der Haute Couture an. Für „Couture Privé“ hat Hedi Slimane einen besonderen Ort für das Atelier gewählt. Das 1685 erbaute Hotel de Sénecterre in Paris wurde 3 Jahre lang von Architekt Thomas Gobert umgebaut und nach den ästhetischen Ansprüchen von Hedi Slimane renoviert. Ganze zwei Ateliers wurden geschaffen: „L’Atelier Flou“ für die Kleider und extra für Herrenmode „L’Atelier Tailleur“. Die ersten Entwürfe von „Couture Privé“ können wir sogar schon bewundern…

Saint laurent returns to haute couture #hedislimane #yvessaintlaurent #paris #inlove #forever #magical Ein von NASTASSJA VAN DER MERWE (@nastassjavdmerwe) gepostetes Foto am

Text: Katrin Kobberger
©Instagram

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