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FASHION REVOLUTION WEEK: WHO MADE MY CLOTHES?

Jeden Tag steht man vor dem Spiegel und überlegt sich, was ziehe ich heute an. Woher genau unsere Klamotten eigentlich kommen, beziehungsweise wer sie für uns genäht hat, fragen wir uns dabei viel zu selten. Die Kampagne „Fashion Revolution Week“ regt uns jetzt mit dem Hashtag #whomademyclothes zum Nachdenken an.

So wunderschön, glamourös und verspielt die Mode auch sein mag, die Geschichte hinter den Kleidungsstücken sieht leider oft nicht ganz so freudig aus. Damit soll endgültig Schluss sein. Vom 18. bis 24. April 2016 ruft die Fashion Revolution Week erneut zu mehr Fairness in der Modeindustrie auf. Über 84 teilnehmende Länder bemühen sich die Ausbeutung der Fabrikanten zu bekämpfen und die Wahrnehmung woher unsere Kleidung kommt, wie sie produziert und eingekauft wird, zu steigern.

Nach dem tragischen Fabrik-Unglück von Rana Plaza in Bangladesch 2013, ist klar, so kann es nicht weitergehen. Das war gewissermaßen der Startschuss für die Fashion Revolution Week. Orsola de Castro, Mitgründerin der Fashion Revolution, benennt hierbei ein wesentliches Defizit:

„Die Frage, wer die Klamotten gemacht hat, sollte eigentlich ganz einfach zu beantworten sein. Die meisten Leute würden von einem Unternehmen zumindest erwarten zu wissen, in welcher Fabrik die letzten Schritte des Schneidens und Nähens stattgefunden haben. 75% wissen allerdings nicht einmal woher ihre Stoffe kommen.“

Ob Facebook, Instagram oder Twitter, bei der Social Media Kampagne kann wirklich jeder mitmachen und die Unternehmen direkt ansprechen. Man postet ein Bild des Labels seiner Klamotten, markiert die Brand und fügt den Hashtag #whomademyclothes bei. Die Antwort #Imadeyourclothes zeigt uns die Gesichter von Farmern, Fabrikanten und Produzenten die hinter unseren Kleidungsstücken stehen. Verantwortungsbewusste Marken können uns so hinter die Kulissen ihres Erfolges blicken lassen, der hier nicht auf der Ausbeutung ihrer Arbeiter beruht.

Bereits letztes Jahr war die Fashion Revolution Week ein voller Erfolg. Über Zehntausend Menschen unterstützen die Kampagne. #whomademyclothes hatte eine Reichweite von bis zu 63 Millionen und war absoluter Trend auf Twitter. Ganz nach dem Motto ‘Be Curious, Find Out and Do Something’ sollen dieses Jahr noch viel mehr Menschen erreicht werden. Also ran an die Klamotten und fleißig posten.

Thank you @herno_spa for making me part of #FashionRevolution #WhoMadeMyClothes

Ein von Greta Menchi (@gretamenchi) gepostetes Foto am

Text: Vanessa Dittrich
© Fashion Revolution Week

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