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FILMFESTIVAL: CANNES – DER GOLDENE PALMENSTRAND

Willkommen in der glamourösen Welt der Filmstars. Derzeit befindet sich die Who’s Who der Branche im sonnigen Südfrankreich und hofft nur das Eine: Den Wettbewerb um die Goldene Palme zu gewinnen. Im Rennen sind noch 19 Filme aus Frankreich, Italien, den USA und Asien. Nur einer ‘Cannes’ gewinnen…

Die 68. Internationalen Filmfestspiele in Cannes sorgen vom 13. bis zum 24. Mai 2015 für Aufregung. Dieses Event ist eines der weltweit angesehensten und bedeutendsten Filmfestivals. Seit 1946 wird jedes Jahr im Mai in dem kleinen Städtchen an der Côte d’Azur die Goldene Palme verliehen. Dabei sind alle Filme thematisch und stilistisch so unterschiedlich, dass es die Jury nicht leicht haben wird einen davon zu küren. Weltstars zeigen sich darin von unerwarteten Seiten und Regisseure überraschen immer wieder mit Glanzleistungen der Extraklasse. Wir haben drei Filme vorzustellen, die man sehen oder von denen man zumindest gehört haben sollte.

Carol
Der amerikanische Regisseur Todd Hayns verfilmte das lesbische Liebes-Drama ,,Carol‘‘ mit Cate Blanchett und Rooney Mara. Zwei Frauen, die aufgrund von Einsamkeit, beginnen sich zu lieben. Doch hat eine von ihnen eine Familie. Der Ehemann versucht verzweifelt gegen diese Beziehung zu kämpfen, treibt die beiden Frauen jedoch nur noch enger zusammen. Alles wird ganz ruhig und klassisch erzählt, jedoch mit einigen Kontrasten, um die Konflikte zu verdeutlichen. Die Kleidung der beiden Frauen besteht aus feinstem Vintage und Kleidern der 1950er Jahre. Carol (Cate Blanchett) verzaubert das Publikum mit ihrer eleganten und geheimnisvollen Art und Weise. Und auch der Kampf gegen die damaligen Normen und Werte, wie die Beziehungen zwischen zwei Frauen, spielt sie dramatisch gut und authentisch. Wir erleben einen Kampf einer Frau um ihre Familie, gesellschaftlichen Stand und Verwirklichung des eigenen Ichs.

A Tale Of Love And Darkness
Natalie Portman feierte in einer Sondervorstellung in Cannes ihr Regie Debut und präsentierte einen Film über ihr Geburtsland Israel. Basieren tut die Geschichte auf der gleichnamigen Autobiographie des israelischen Schriftstellers Amos Oz. Die kompletten Dreharbeiten verliefen auf hebräisch und machen Natalie Portman in ihrem Heimatland jetzt zu einem Indie-Star. Die Protagonistin Fania lebt im Jerusalem Mitte der 40er Jahre und schafft es, im Gegensatz zu ihren Freunden und Verwandten, den kriegerischen Zuständen in die Ukraine zu entfliehen. In Sicherheit lebt sie mit ihrem Mann und einem Kind und wird von dem Trauma der verlorenen Heimat geplagt. Der Film schafft eine einzigartige Perspektive auf die israelische Psychologie. Dieses Debut ist auf Grund seines umstrittenen Inhalts ein sehr mutiges Statement und zusätzlich umstritten, weil Portman selbst die Rolle der Fania spielt.

Mia Madre
Der italienische Regisseur Nanni Moretti griff das Thema Tod in seinem Melodram ,,My Mother‘. Der Film erzählt einiges über Morettis verstorbene Mutter, doch ergänzte er viele kreative und fiktive Szenen. Er handelt von einer Filmregisseurin, die hin- und hergerissen ist zwischen der kranken Mutter, der pubertierenden Tochter und dem eigenen Job. Die Hauptrolle Margherita gespielt von Margherita Bay, Moretti spielt ihren Bruder und John Turturro spielt einen amerikanischen Schauspieler Barry Huggins, der mit Margherita zusammen einen Film dreht und sie und ihr Leben ein wenig auf den Kopf stellt. Entstanden ist ein herrlich witziger, aber doch ernster und problematischer Film für alle, die ihre Mutter lieben, egal in welchem Alter.

Text: Marie-Louise Rehwoldt & Saskia Weigel

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