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FILMREVIEW: KINOSTART „FÜR IMMER ADALINE“

„Years, lovers and wine – these are things that must never be counted.“ – das gilt vor allem für die nicht Älter werdende Adaline. Für immer 29 sein? Das klingt wie ein wundervoller Traum, entpuppt sich für Adaline jedoch als Albtraum. Sie muss ihr Geheimnis bewahren und Menschen denen sie Nahe kommt wieder verlassen. So durchlebt sie ganze acht Dekaden ohne eine Äußerliche Veränderung. Das einzige, was sich ständig wandelt ist die Mode – „Für immer Adaline“ ist ein Film, der alle modischen Highlights seit Beginn der Zwanzigerjahre vereint.

Im Jahr 1908 wird Adaline, gespielt von Blake Lively, geboren und führt vorerst ein normales Leben. Nach einem schweren Autounfall 1935, hört sie mit 29 Jahren auf zu altern. Adaline reist durch die ganze Welt, damit niemand hinter ihr Geheimnis kommt- bis sie einem Mann begegnet, der eine Sehnsucht nach Liebe und Leben in ihr weckt. Sie lässt sich auf ihn ein und möchte ihr Leben in Einsamkeit hinter sich lassen – doch dann gerät ihr bisher so gut gehütetes Geheimnis in Gefahr.

Das Besondere an „Für immer Adaline“ (im Original: Age of Adaline) ist die große Zeitspanne die der 112 Minuten Film zeigt. Von 1935 bis 2015 wird das Leben und Versteckspiel der Protagonistin beleuchtet und besonders spannend dabei sind natürlich die verschiedenen Jahrzehnte in Bezug auf die Mode. Der australische Kostümbildner Angus Strathie, der schon bei Filmen wie „Moulin Rouge“ oder „Catwoman“ mitgewirkt hat, ist für die authentischen Looks von Adaline verantwortlich und auch Make-Up, Frisur, Autos, sogar die Schriftarten der Zeitungen passen perfekt zu jedem Jahrzehnt.

Das Zusammenspiel von Mode und Film ist schon seit Audrey Hepburns Zeiten ein inspirierendes Thema für beide Bereiche. Hepburn glänzte in ihren Filmen mit Designerstücken von Hubert de Givenchy. Auch aktuellere Kinofilme wie „The Great Gatsby“ bekommen durch die extra für den Film designten Stücke von Prada einen besonderen Touch und unterstreichen die glamourösen Zwanziger. Mode und Film sind ein wahres Traumpaar und haben viel gemeinsam: beide sind geschaffen aus Illusionen des Regisseurs oder Designers und vereinen somit Stil und Inhalt auf eine ästhetische Weise. Die gegenseitige Inspiration ist wichtig und viele Designer, unter anderem Alexander McQueen lassen sich von großen Filmemachern wie Alfred Hitchcock inspirieren. Vor allem heutzutage, wo in der Mode alles möglich und erlaubt ist die Präsenz der Modehäuser und Designer auf der Leinwand wichtig, und steigert bei den Zuschauern im Besten Fall die Lust auf Mode- vor allem da durch den Film die passenden Emotionen vermittelt werden. So auch bei „Für immer Adaline“ – das fast schon märchenhafte, romantische Drama ist ab dem 9.Juli in den deutschen Kinos zu sehen.

Text: Katrin Kobberger
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