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FIVE FAVORITES FÜR EINEN WOLLIG WARMEN WINTER

Der Winter rückt näher und die Suche nach kuscheligen Sachen auch. Wolle, Acryl, Mohair und Alpaca – Das Faser-Wirrwarr auf den Etiketten unserer Winterpullover ist manchmal gar nicht so leicht zu durchschauen. Welche Bestandteile verhindern Kratzen auf der Haut, wie pflege ich Lieblingsstücke richtig, um verfilzen und Pilling zu vermeiden, und bei welchen Produkten lohnt es sich besonders, auf eine nachhaltige Herstellung zu achten? Hier sind unsere fünf Favorites für einen wollig-warmen Winter.

Mohair
Die Mohairziege, auch Angoraziege genannt, liefert uns eine wunderbar weiche, seidige Faser, die besonders bei jungen Tieren extrem fein und sehr leicht ist. Im Winter hält sie uns warm, im Sommer kühlt sie, da sie Feuchtigkeit gut ableitet. Außerdem ist Mohair von Natur aus elastisch, knittert und verfilzt nicht. Kleidungsstücke aus Mohairwolle haben zusätzlich, dank 40 Prozent Seidenanteil, eine schimmernde und glänzende Optik. Damit Pullover oder Schal auch lange hübsch aussehen, sollte er allerdings nur professionell gereinigt werden. Ein einfaches Auslüften reicht meist aber völlig aus.

Angora
Das Angorakaninchen gibt im Jahr circa 250 Gramm von seinem kuschligen Fell ab, das bis zu 20 Zentimeter lang werden kann. Die Faser hält nicht nur sehr warm, ihr wird auch eine heilende Wirkung auf Muskeln und Gelenke nachgesagt. Leider verfilzt das Material recht schnell. Hier gibt es aber einen guten Trick, um das zu umgehen: das Kleidungsstück einfach vor dem Tragen eine Nacht ins Gefrierfach legen oder aus 30 Zentimeter Entfernung leicht mit einem Haarspray besprühen. Bei Strickprodukten aus Angora sollte zusätzlich immer auf die Herstellung geachtet werden. Das grüne Caregora Siegel zertifiziert dem Verbraucher, dass die Tiere verantwortungsbewusst gezüchtet wurden und keine Schmerzen bei qualvollen Methoden zur Fasergewinnung erleiden mussten.

Kaschmir
Sie ist wohl die Bekannteste unter den Luxus-Naturfasern. Die Wolle wird in Handarbeit aus dem Fell der Kaschmirziege gekämmt. Pro Jahr gibt eine Ziege nur etwa 100 Gramm ihres kostbaren Unterhaars her – deshalb ist das Material auch vergleichsweise hochpreisig. Es fühlt sich unglaublich weich an und hält uns selbst bei eisigen Temperaturen wohlig warm. Die Pflege sollte jedoch mit Vorsicht genossen werden, denn Kaschmir ist überhaupt nicht strapazierfähig. Es sollte mit der Hand, mit lauwarmen, nicht heißen Wasser gewaschen, anschließend mit klarem Wasser ausgespült und liegend getrocknet werden.

Alpaka
Die Wolle der süßen Kleinkamele aus Südamerika eignet sich besonders gut für Allergiker, da die tierische Faser kein Lanolin enthält. Die Kamele werden alle zwei Jahre geschoren und geben eine weiche, glänzende und leicht gekräuselte Wolle ab, die sehr strapazierfähig ist und zudem einen großen Vorteil gegenüber herkömmlicher Schafwolle hat: Sie ist nämlich fünfmal so warm und deshalb ein super Begleiter durch die kalte Jahreszeit. Bei der Handwäsche sollte darauf geachtet werden, ausschließlich sehr wenig mildes Shampoo zu benutzen und die Einweichzeit so kurz wie möglich zu halten. Das Wasser darf dabei nicht heißer als lauwarm sein.

Merino Wolle
Der Lieferant der beliebten Wolle ist das Merinoschaf, ursprünglich aus Nordafrika. Erstmals kamen größere Herden in Spanien auf, heute kommt die meiste Merinowolle aus Australien und ist mit nur zwei bis vier Kilogramm nicht nur super leicht, sondern auch noch superfein. Denn die Leichtigkeit geht mit der feinen Faser einher: Nur 16 Mikrometer misst das Merinohaar, zum Vergleich, ein menschliches Haar ist mit etwa 100 Mikrometern schon fast so „dick“ wie ein Bindfaden. Weitere Eigenschaften sind ein angenehmes Tragegefühl und gute Wärme-Regulations-Eigenschaften, im Sommer kühlt die Wolle und im Winter hält sie warm. Außerdem ist das Material wasserabweisend, weil größere Tropfen eine sehr geringe Angriffsfläche haben und aufgrund der Oberflächenspannung sofort abperlen. Sofern keine Besonderheiten bei den Pflegehinweisen vermerkt sind, kann Merinowolle in der Maschine gewaschen werden, jedoch sollte das Waschmittel keine Weichmacher wie das Enzym Protease enthalten. Oft reicht es aber aus, die Wolle einfach auszulüften, das tut dem Kleidungsstück und auch unserer Umwelt sehr gut.

Mit dem wolligen einmal eins der Wollfasern dürfte einem warmen Winter nichts mehr im Weg stehen. Ganz ohne schlechtes Gewissen und mit einem richtigen Gefühl für Pflege wünschen wir einen guten Start in kuschlige Herbst/-Wintertage!

©Instagram, byya_knit

By @strikkezilla Ein von k n i t t i n g (@knitting_inspiration) gepostetes Foto am

By @rassokhina_katya

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Eye candy, my new yarn with virgin wool #yarn #beanie #crochetforkids #crochetaddict #crochetlove #wool #winter Ein von Masha Weenink (@masha_weenink) gepostetes Foto am

Text: Laura Lück & Julia Otto

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