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FOOD: DIE KÖNIGIN DER GEWÜRZE – KURKUMA

,,Gewürz des Lebens‘‘ oder ,,Zauberknolle‘‘ – Kurkuma hat viele Namen und auch Heilwirkungen. In der ayurvedischen Medizin ist sie schon längst ein heilendes Wunder, die Deutschen würzen damit eher ihr essen. Doch das aus Südostasien stammende Gewürz ist ein Alleskönner und mutiert zu einem Wundermittel. Was es alles kann und warum man das Superfood im Auge behalten sollte…

Die Wunderwaffe stammt aus der Familie der Ingwergewürze und trägt unglaublich schöne Blüten. Die Wurzel, das eigentliche Gewürz, ist von innen gelb-orange und erklärt, warum das heilende Wunderkraut Gelbwurz heißt. In Indien gilt Kurkuma seit ungefähr 4000 Jahren als Helfer vieler Volkskrankheiten. In der traditionellen Heilkunst zählt es zu den ,,heißen‘‘ Gewürzen, da es eine reinigende und energieliefernde Wirkung hat. Auch heute verbrauchen die Inder eine Menge Kurkuma und sind auch das weltweit führende Anbauland. Sie nutzen 80 % ihrer Produktion für die eigene Küche oder Heilkunst. Dagegen wird es in Deutschland bis jetzt eher nur als billiger Ersatz für Safran verwendet, da Safran zu den teuersten Delikatessen der Welt gehört und Kurkuma eine preisgünstige Alternative ist. Sie ist der wichtigste Bestandteil des Currypulvers und wir verwenden es oftmals in der Lebensmittelindustrie, um Senf, Kurkuma-Reis oder Teigwaren den richtigen Farbton zu schenken. Nicht mehr ganz aktuell, aber früher wurde es in der Textilindustrie zum einfärben verwendet. Heute eher untypisch, denn es werden chemisch erzeugte Farben genutzt. Doch die Mönche färben noch heute ihre gelb-orangenen Kutten mit dem Gewürz ein.

Für Alle die nicht wissen, wie das Gewürz schmeckt: Nicht nur die Farbe liefert exotische Assoziationen, sondern auch der Geschmack. Frisch hat Kurkuma eine wunderbar leicht harzige und brennende Würze. Getrocknet schmeckt er ähnlich, nur etwas milder im Abgang. Egal, ob ein indisches Nudelcurry oder eine Gemüse-Reispfanne auf der Einkaufsliste steht, Kurkuma schenkt jedem Gericht die einzigartige Note und sorgt gleichzeitig noch für ein aufregendes Farbspiel auf dem Teller. Doch Vorsicht bei der Dosierung: Bei einer Überdosierung kann das Essen schnell einen modrigen, faulen und moschusähnlichen Geruch annehmen und nun wirklich gar nicht appetitanregend wirken. Wichtig ist aber auch: Sowohl das Pulver, als auch die Wurzel färben sehr stark ein! Deswegen besser die weiße Bluse beim Kochen mit einer schönen Küchenschürze bedecken und wer seine Finger nicht gelb werden lassen möchte, nutzt Handschuhe. Es wird oftmals auch mit dem indischen Safran verglichen und so genannt, da es die Speisen genauso schön einfärbt. Doch man beachte, dass Kurkuma seine eigene Geschmacksnote hat und echtem Safran nicht ansatzweise im Gusto ähnelt.

Doch verzaubert der falsche Safran nicht nur unsere Gaumen, sondern als neues Superfood beschützt es auch unseren Körper und unsere Seele vor Krankheiten, innen wie auch von außen. Die Goldwurzel sorgt mit einem hohen Anteil an Antioxidantien für eine perfekte rund-um Pflege. Der Alterungsprozess wird so aufgeschoben und die Haut bleibt noch lange rein und jugendlich. Viele Frauen, vor allem indische junge Damen, nutzen die Beauty-Waffe für softe und strahlende Haut. Kurkuma verleiht der Haut einen wohlig glänzenden Farbton und korrigiert eine Hyperpigmentierung. Wogegen unser Wundermittel aber noch alles hilft, steht auf einer endlos langen Liste. Kurz: Es wirkt entzündungshemmend, schmerzlindernd und Mikroben, wie Bakterien, Viren oder Pilzen, hemmend. Dafür ist der Hauptwirkstoff Kurkumin verantwortlich, welcher eine antioxidative Wirkung hat.

Die Asiaten nutzen das gelb-orangene Pulver schon lange gegen Blähungen, Leberprobleme, Sodbrennen, allgemeine Magenschmerzen oder bei Appetitlosigkeit. Aber auch gegen Gelbsucht und Hepatitis. Heute stellen neuste Studien fest, dass das Kurkumin genauso wirksam ist, wie das hoch dosierte Ibiuprofen, Aspirin und weitere verschiedene Schmerzmittel gegen Rheuma. Doch der Vorteil: Es gibt keine lästigen Nebenwirkungen, wie plötzliches Erschlaffen oder ständige Müdigkeit.

Das farbintensive Gewürz ist also hoch bedeutend für die Medizin. Denn neben Schutz vor Arthritis, Durchfall, Erkrankungen der Gallenblase und Kopfschmerzen, spielt es eine wichtige Rolle für die schwerheilbare Krankheit Krebs und Alzheimer.

Bis jetzt war immer klar, dass Kurkuma die Tumorbildung verhindert und hemmt. Jetzt gibt es aber Neuigkeiten, dass sogar vorhandener Krebs, in diesem Falle Brustkrebs, von der Wunderwaffe behandelt werden kann. Die Metastasenbildung wird verhindert und der Krebs wandert nicht weiter in die Lunge. Außerdem stärkt Kurkuma die Membranen der Körperzellen und erhöht damit die Chance auf eine bessere Widerstandsfähigkeit gegenüber Krankheitserregern. Weitere Studien zeigen, dass Kurkuma bei der Prävention und Behandlung von Darmkrebs, Brustkrebs, Prostatakrebs, Leberkrebs, Speiseröhrenkrebs, und Mundhöhlenkrebs hilfreich sein kann. Gleichzeitig sichert der falsche Safran den Körper gegen Darmerkrankungen ab und sorgt für das ideale Gewicht, denn die speziell enthaltenden Nährstoffe fördern die Verdauung und Gallenfunktion. Nebenbei wird der Körper gereinigt und überschüssiges und unnötiges Fett entfernt.

Am optimalsten wäre es, täglich für eine ausreichende Zufuhr von Kurkuma zu sorgen. Frei nach dem Motto ,,Essen wir uns gesund und alt‘‘. Ob es tatsächlich auch nachhaltig gegen Alzheimer wirkt, ist noch nicht ganz klar. Jedoch ist die Quote der Alzheimer-Patienten in Indien weitaus geringer als bei uns in der westlichen Welt. Sie alle haben eins gemein: Kurkuma als gängiges Gewürz.

Es gibt noch unzählige Krankheiten vor denen Kurkuma schützen soll. Es ist also wirklich kein schlechter Gedanke dieses protein-, vitamin-, mineralien- und ölreiche Pulver im täglichen Ernährungsplan aufzunehmen. Unzählige Rezepte können mit Kurkuma verfeinert werden und auch der morgendliche Kaffee kann gegen den neuen ,,Kurkuma-Latte‘‘ eingetauscht werden. Optimal für den anstrengenden Bürotag, denn das neue Heißgetränk vermeidet die immer wiederkehrenden Heißhunger-Attacken, wirkt verdauungsfördernd und stärkt das Immunsystem. Die Kaffee-Alternative erfreut das grüne Herz, denn sie ist koffeinfrei und erstrahlt in freundlichem goldgelb.

Für den optimalen Geschmack empfehlen wir die Zugabe von Zimt, Honig und Ingwer. Beliebig kann der ‘‘Kaffee‘‘ für die etwas leichtere Version mit Wasser und für eine Tasse cremigen Kaffee, mit Milch erhitzt werden.

Jetzt gilt nur noch: Ran an das Rezept-Buch und merken Sie sich eines: Um dem Körper die Aufnahme der Inhaltsstoffe des Kurkuma zu ermöglichen, stellen Sie sicher, dass beim Verzehr immer etwas schwarzer Pfeffer, Fett oder Nahrungsmittel, die Quercetin enthalten, beigefügt wird. Den Allrounder löffelweise zu sich zu nehmen, macht also wenig Sinn. Besser finden wir unser adeliges Gewürz in kleinen Mengen. Klein, aber ohooo…!

Text: Marie-Louise Rehwoldt

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