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FRIEDHOF DER KUSCHELTIERE: STELLA MCCARTNEY PRE-FALL 2015

Trendbewusste Frauen, denen neben der Ästhetik von Mode auch die humane und tierfreundliche Herstellungsweise wichtig ist, müssen oft schöne Produkte aus Leder oder Pelz umgehen. Allerdings gibt es eine international geschätzte Modedesignerin, die auf die besagten Materialien aus ethischen Gründen verzichtet und stattdessen qualitativ hochwertige Alternativen kreiert.

StellaMcCartney_Fashion_PreFall_2015_Collection_FakeFur_Fur_Vegan_Fashionshow_SpringDie Rede hierbei ist natürlich von Stella McCartney. Die engagierte Tierschützerin und Vegetarierin verzaubert uns seit 2001 mit ihrer veganen Mode und beweist damit, dass diese nicht zwanghaft öko-, sondern durchaus High Fashion sein kann. Dabei ist sich die Designerin bewusst, dass der Trend zum grünen Bewusstsein zwar gerade steigt, jedoch immer noch in der Minderheit auftritt – Leder und Pelz stehen für hohe Qualität und Glamour. Stella McCartney wurde von ihrer Mutter, die selbst bis zu ihrem Tod Tierschützerin gewesen ist, vegetarisch erzogen und steht daher aus persönlicher Überzeugung hinter ihrem Konzept – auch, wenn ihr Label durch Lederwaren womöglich noch erfolgreicher wäre.

Bislang hielt die Designerin Abstand von tierfreien Pelz-Varianten, da sie den Look allgemein nicht unterstützen wollte. Dank ihrer Kundinnen erkannte sie jedoch das wachsende Bedürfnis nach einer moralisch vertretbaren Alternative des Pelzes und entschied sich schließlich dazu, ein so ästhetisches Kunstfell herzustellen, dass der Wunsch nach echtem Pelz nach und nach vergeht. Ihre neue Pre-Fall 2015 Kollektion greift den Leitgedanken „Fur Free Fur“ auf und begeistert das Publikum durch realitätsgetreue Nachbildungen, die mongolischem Fell ähneln.

Für die Fashion Show verwStellaMcCartney_Article_Fashion_PreFall_2015_Collection_FakeFur_Fur_Vegan_Fashionshow_Springandelte Stella McCartney die James Burden Mansion an der Upper Eastside in New York in einen kleinen Vergnügungs-Showroom, in dem Star-Gäste wie Miranda July, Tennessee Thomas und Kristen Stewart Platz gefunden haben.  Zu Bewundern gab es neben dem Model Chloe Sevigny, die einen der Kunstpelze in der Pantone Farbe des Jahres, Marsala, trug, viele weitere Entwürfe in verschiedenen Schnitten, Farben und Ausführungen. Die zweite Hälfte der Kollektion beinhaltete als Kontrast zu den groben pelzigen Stoffen, sleeke Abendmode in Schwarz, die von Anzügen, Jumpsuits und Metallic Prints beeinflusst war.

Stella McCartney beweist somit erneut, dass für wunderschöne und trendweisende Mode nicht unbedingt Tiere leiden müssen.

Text: Paulina Kulczycki

© Stella McCartney

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