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IM INTERVIEW: GESUND GENIESSEN MIT MIRAHERBA

Ein Trend, den wir gerne mitmachen und promoten: Gesunde Ernährung. Denn ja, du bist, was du isst. Das Gesundheitsbewusstsein und das Verlangen nach biologischen Lebensmitteln, Weizenalternativen und Superfoods wächst momentan rasant. Spätestens Anfang 2016, im Zuge der gute Neujahrsvorsätze, werden diesen Januar Reformhäuser wahrscheinlich ihren besten Umsatz erzielt haben. Eine einfache und schnelle Lösung für diejenigen, die sich eine größere Auswahl wünschen und keinen Bioladen in der Nähe haben, ist Miraherba.de. Der Online-Shop, geführt von Ernährungsexperten, bietet beste Qualität und ein großes Sortiment an Superfoods und Lebensmitteln, die einem die ganzheitliche Gesundheit (und das Gewissen) erleichtern. Wir haben mit Sabine Deutscher, Ayurveda-Fachfrau und Mit-Inhaberin von Miraherba über den Stellenwert von Gesundheit gesprochen und uns ein paar Ernährungstipps geben lassen!

TEASER Magazine: In eurem Online-Shop Miraherba.de bietet ihr Waren aus kontrolliert biologischem Anbau an, die Voraussetzung, überhaupt in euer Sortiment aufgenommen zu werden, ist der Verzicht auf chemische oder synthetische Zusatzstoffe. Von Kosmetik bis hin zu ayurvedischen Produkten und Lebensmitteln ist alles vertreten. Aus welchem Verlangen wurde der Online-Shop gegründet, was fehlte dem Online-Markt und seit wann gibt es Miraherba.com?

Sabine Deutscher: Unseren Online-Shop Miraherba gibt es seit Januar 2015. Wir führen seit über 35 Jahren einen Naturwaren-Einzelhandel mit angegliederter Praxis für Naturheilkunde und Ayurveda-Medizin, da ich nach dem Bestehen der Heilpraktikerprüfung einen Abschluss in Ayurveda-Medizin erlangt habe. Somit ist das Angebot in unserem stationären Handel geprägt vom Know-How um die Produkte, ihre Herstellung, Herkunft und richtige Verwendung. Gerade im Bereich Ayurveda haben die Kunden oft Probleme in der Beschaffung der teilweise exotisch anmutenden Gewürze, Kräuterzubereitungen und Lebensmittel, dies bieten wir nun in unserem Online-Shop.

Transparenz ist euch wichtig und so steht ihr auch telefonisch und via Email für Rückfragen zur Verfügung und gebt Tipps und Anleitungen zum Heilfasten zuhause. Sabine, du bist selbst auch Heilpraktikerin. Müssen Ernährung und Lebensstil Hand in Hand gehen? Was ist wichtig für eine ganzheitliche Gesundheit, körperlich und geistig? Worauf sollte man achten?

In meiner Praxis werde ich jeden Tag mit Erkrankungen konfrontiert, die man auch als „Wohlstandskrankheiten“ bezeichnet. Von hohem Blutdruck, Cholesterin, Verdauungsstörungen über Allergien bis hin zu Gewichtsproblemen jeder Art. Im Ayurveda ist „ahara / vihara“, die Ernährung und der Lebensstil ein wichtiges Element der Therapie um Körper, Geist und Seele im Gleichgewicht zu halten. Jeder sollte sich selbst die Fragen stellen: wann esse ich was, wo, wie. Ein wichtiger Aspekt sind warme, frisch gekochte Mahlzeiten aus Zutaten, die der Jahreszeit entsprechen. Möglichst aus regionalem, kontrolliert biologischen Anbau.

Was ist der wichtigste Unterschied zwischen herkömmlichen und biologischen Produkten?

Wichtigster Unterschied sind Anbau und Lagerung: ohne Pestizide, Fungizide und Lagerhaltungsmittel. Wir achten besonders darauf, dass alle unsere Produkte frei von künstlichen Farb- und Aromastoffen, Glutamat und sonstigen Zusätzen sind.

Heutzutage scheint es ein immer größeres Bedürfnis nach gesunden und auch biologischen Lebensmitteln zu geben. Superfoods erfahren einen Boom, Saft-Bars gibt es in jedem Viertel, Bio-Burger-Läden sind in und Yoga macht mittlerweile fast jeder. Gibt es eine Idee, warum sich die Gesellschaft nun mehr um seinen Körper sorgt und ihm etwas Gutes tun möchte?

Im Prinzip hat bei uns in der westlichen Wohlstandsgesellschaft jeder „alles“. Zumindest ein Dach über dem Kopf, ausreichend Nahrung, meist einen Job und im Regelfall eine sichere Umgebung. Und trotzdem leidet die Seele Mangel. Wir sehnen uns nach Ruhe, Ausgeglichenheit und Natürlichkeit. Erfreulicherweise gehen viele Menschen hier in die richtige Richtung und kümmern sich wieder mehr um sich selbst, kümmern sich um eine gute Ernährung, um die Herkunft und Herstellung der Lebensmittel und ihr körperlich-geistiges Wohlbefinden. Yoga und Meditation sind eine wunderbare Ergänzung, um in unserem stressigen Alltag eine Insel für unser Selbst zu schaffen.

Welche Ernährungsweise haltet ihr für ideal, welche Lebensmittel sollte man möglichst versuchen, in den Alltag zu integrieren?

Ideal ist aus ayurvedischer Sicht eine Ernährung entsprechend der Jahreszeiten, also z. B. mit den saisonalen Lebensmitteln, die ein kleiner Bauer auf dem Markt verkauft. Eine ausgewogene Ernährung beinhaltet frisches Obst und Gemüse, Getreide, Hülsenfrüchte. Fleisch und Milchprodukte sind nicht verboten, sollten aber nicht im Übermaß konsumiert werden und möglichst aus kontrolliert biologischer Tierhaltung stammen. Unterstützt wird diese Ernährung mit einer guten Portion Gewürzen um unser Verdauungsfeuer, das agni, anzuregen. Eines meiner Lieblingsgewürze ist Curcuma. Egal ob in frischer Wurzelform, getrocknet als Gewürzpulver oder als Frischsaft.

In eurem Online-Shop habt ihr eine eigene Kategorie für Superfoods. Was verstehen wir genau darunter und was macht sie so super?

Die Bezeichnung „Superfood“ ist eine gewisse Modeerscheinung – gemeint sind Lebensmittel mit besonders vielen guten Inhaltsstoffen. Hier findet man viele Mineralstoffe, Vitamine, Spurenelemente und Antioxidationen in konzentrierter Form. In unserer schnelllebigen Welt, in der viele Menschen leider keine Zeit für eine ausgewogene Ernährung haben, können sie eine gute Ergänzung darstellen – nicht mehr und nicht weniger.

Welches ist das Superfood, was am meisten kann?

Hier bin ich wieder bei Curcuma. Diese gelbe Wurzel ist bei meinen Patienten und Kunden sehr beliebt. Sie harmonisiert so ziemlich alle Verdauungsstörungen, Blähungen, Unverträglichkeiten bis hin zu Hautproblemen. Aus der traditionellen abendländischen Kräutermedizin empfehlen wir gerne Brennnesselsamen. Diese kleinen grünen Körnchen sind wahre Kraftpakete. Sie enthalten jede Menge Vitamine, vor allem das Vitalstoffvitamin E und viel Kieselsäure. Auch bei den Superfood-Angeboten gilt: genau hinsehen – ist es aus biologischem Anbau, wie wurde es hergestellt und was davon brauche ich überhaupt? Denn ein Zuviel an Vitaminen kann der Körper nicht speichern sondern scheidet es aus, was wiederum Nieren und Leber stresst.

Superfoods führen momentan die Ernährungs-Trendwelle an. Woher kommt der neue Hype, oder gab es den in einigen Szenen schon immer?

Wenn ich die Kräuter der Ayurveda-Medizin betrachte, die allesamt auch als Superfood bezeichnet werden könnten, dann gibt es diesen Trend seit über 2000 Jahren. Der aktuelle Hype ist der Wunsch nach einer Abkürzung, um sich ohne viel Aufwand mit allen Vitaminen und Mineralstoffen zu versorgen. Was grundsätzlich nichts Schlechtes ist.

Ernährung ist das A und O für eine gute Gesundheit. Gibt es eine Ernährungsweise, die ihr für besonders sinnvoll haltet? Paleo, Low Carb oder vielleicht der generelle Verzicht auf Weizen? Gibt es etwas, für das unser Körper vielleicht einfach nicht gemacht wurde?

Der menschliche Organismus ist im Regelfall in der Lage, alle Lebensmittel zu verarbeiten. So lange man sich ausgewogen mit frisch zubereiteten, guten Lebensmitteln ernährt, gibt es keine „bessere“ oder „schlechtere“ Ernährung. Ein Verzicht auf bestimmte Lebensmittel wie z. B. Weizen macht nur dann wirklich Sinn, wenn man an einer diagnostizierten Zölliakie leidet. Eine Low Carb Diät oder jede andere Form der reduzierten einseitigen Nahrungszufuhr macht, wenn überhaupt, nur kurzfristig Sinn und sollte auf jeden Fall mit einem Fachmann/frau abgeklärt werden. Was wir getrost weglassen können, da es auf lange Sicht dem Körper schadet, sind alle Fertiggerichte und Lebensmittel, die Glutamat oder sonstige künstliche Zusätze enthalten.

Der Verzicht auf Weizen, oder gar überhaupt auf Getreide und generell auf Kohlenhydrate, ist momentan ein großes Thema. Welche Produkte empfehlt ihr, die den Verlust erträglicher machen? Was sind gute Ersatzprodukte, aus denen sich beispielsweise auch Brot oder Nudeln machen lassen oder eben eine gute Alternative bieten?

Falls es aus medizinischer Sicht notwendig ist auf Getreide zu verzichten, empfehle ich Mung-Dhal. Das ist die grüne, geschälte und halbierte Sojabohne, die mit Gewürzen zu einem Dhal – einem indischen Eintopfgericht – gekocht wird. Zwischenzeitlich gibt es auch hervorragende Nudeln aus Hülsenfrüchten die sich als Beilage oder für Pastagerichte eignen. Brot backen ohne Weizen oder ähnlich glutenhaltigem Getreide ist nach wie vor eine Herausforderung.

????????Habt ihr ein Lieblingsrezept für einen gesunden Lunch oder ein Dinner, was ihr mit uns teilen mögt?

Da wir die ayurvedische Küche lieben, hier mein Rezept für den Mung Dhal, der zu jedem indischen Essen dazu gehört.

250 g Mung Dhal
750 ml Wasser
2 Stücke frischen Ingwer
2 Esslöffel Ghee
Frischer Koriander
1 Tl Kreuzkümmel
½ Tl Curcuma
½ Tl Koriander
½ Tl Ajowain
¼ Tl Anis
1 MS Asafoetida
Salz, Pfeffer
3 Lorbeerblätter
5 frische Curryblätter
1 Tl Methiblätter
Koriandergrün
Etwas Zitronensaft

Zubereitung: Das Ghee erhitzen, gemörserten Ajowain, Anis, Koriander und Cumin anrösten. Curcuma, Mung Dhal zugeben und kurz anschwitzen. Mit Wasser ablöschen, Ingwerstücke dazu und alles mit den Curry- und Lorbeerblättern ca 45 min köcheln. Asafoetida und Methikraut zugeben und mit Salz, Pfeffer, Zitronensaft abschmecken. Frische Korianderblätter fein hacken und darüber geben.

Interview: Deborah Landshut

www.miraherba.de

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