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INTERVIEW: NORMA JEAN MARTINE

Norma Jean Martine wurde international für ihr starkes Song-Schreiben gefeiert und hat mit Größen wie Burt Bacharach zusammenarbeitet und für Künstler wie Ronan Keating und die italienischen Superstars Giorgia und Marco Mengoni geschrieben. Norma hat eine neue Version des klassischen George Michael-Songs „Freedom“ aufgenommen, welche der Soundtrack für die Marketing-Kampagne 2016 der McArturGlen Group wurde.

TeaserMagazineNormaJeanMartineSingerBNWWann gab es die ersten Anzeichen für Deine Musikkarriere?

Schon seit ich mich erinnern kann, habe ich gesungen. Als ich ein kleines Mädchen war, habe ich immer im Auto mit meiner Mutter gesungen. Wir haben es geliebt, klassischen Rock und große Singer-Song-Writer wie Carole King, Joni Mitchell, Juwel, Sheryl Crow und Joan Baez zu hören. Als ich ungefähr 14 Jahre alt war, habe ich angefangen Lieder zu schreiben. Ich denke, das hing mit der Pubertät und den ganzen neuen Gefühlen zusammen.
Als ich 9 Jahre alt war, habe ich ein wirklich sehr einfachen Song mit Namen „Sacajawea“ über die Reise von Lewis und Clark für ein Schulprojekt geschrieben. Noch heute kann ich dieses Lied singen, obwohl ich es nie aufgenommen habe. Ich glaube es hat den „Beatles Test“ bestanden. Ich habe nie darüber nachgedacht, Songs zu schreiben. Es ist einfach passiert. Aber als ich anfing bei „Open Mic Nights“ aufzutreten, wurde ich süchtig danach, jede Woche mindestens einen neuen Song zu schreiben, damit ich immer etwas Neues auf der Bühne präsentieren konnte. Es musste ja neu bleiben!

Wie war der nächste Schritt ins Business?

Beruflich startete meine Karriere, als ich von Nashville nach London gezogen bin und anfing, mit meinem Manager Robert zu arbeiten. Ich fing an Songs überall auf der Welt mitzuschreiben und meinen Song-Katalog aufzubauen. Im Januar 2013 unterschrieb ich meinen Vertrag mit BMG/Chrysalis. Das war ein ziemlich wichtiger Moment.

Wer ist Dein persönliches Idol?

Bernie Sanders. Bernie ist so sehr mein Idol, dass ich sogar meine neue Katze Arthur Bernhard nach ihm benannt habe. Er ändert sie Art, wie die Leute in Amerika denken und träumen. Auch wenn ich im Moment nicht in Amerika bin, ist es so surreal und aufregend, dies von der anderen Seite des Ozeans zu beobachten. Bernie tritt für jeden ein und bringt die Leute dazu, sich wieder am politischen Prozess zu beteiligen. Ich glaube, er möchte Amerika wirklich für jeden einzelnen besser machen. Es ist so unglaublich, dass es buchstäblich mein Herz zerreißt. Ich weiß, dass niemand vollkommen ist, aber er ist ziemlich nah dran.

Beeinflusste Dein Heimatland Deinen Musikstil?

Ich würde nicht sagen, dass amerikanische Musik mein größter Einfluss ist. Es ist bestimmt ein Teil davon, aber niemand kann den Einfluss der britischen Musik in der Welt bestreiten. Einige meiner größten Einflussfaktoren, Amy Winehouse, die Rolling Stones, Coldplay und Muse, sind Briten. Aber auch Janis Joplin, Carole King, Sheryl Crow und Jack White haben starken Einfluss auf mich und sie sind Amerikaner. Ich denke, dass ich wirklich irgendwo mitten im Atlantik schwimme.

Wann hast Du den Song „Freedom“ zum ersten Mal gehört?

Ich bin noch gar nicht geboren worden, als „Freedom“ zum ersten Mal rauskam. Daher habe ich Goerge Michael nicht unbedingt mit dem Song in Verbindung gebracht, aber ich habe ihn definitiv schon früher gehört. Als wir uns entschieden haben, „Freedom“ für die Zusammenarbeit mit McArthurGlen neu aufzunehmen, habe ich mir richtig viel Zeit genommen, um den Song zu hören und ihn richtig kennenzulernen. „Freedom“ ist Kult und noch immer aus so vielen Gründen wichtig: Der historische Zusammenhang von George Michaels Leben nachdem er Wham verlassen hat und sich gegen seine Plattenfirma stellte, sein Coming-out und natürlich, dass wir als menschliche Rasse leider noch immer Frieden und Freiheit nicht erreicht haben.

Kennst Du George Michael persönlich?

Nein! Es wäre aber toll, ihn einmal zu treffen. Es war solch eine Ehre, einen Song neu aufzunehmen, der ihm so wichtig ist. Ich denke, es ist sein Lieblingssong.

Wie ist Dein persönlicher Stil?

TeaserMagazineNormaJeanMartineShoppingVintageIch sage immer, dass mein Stil ein Mix zwischen Marilyn Monroe, Edie Sedgwick und Debbie Harry ist. Marilyn und ich teilen zum einen den Namen Norma Jean und auch wenn es schwer ist, ihrem Weg zu folgen, so fühlte ich immer eine Seelenverwandtschaft zwischen uns. Es ist interessant, weil Marilyn vor der Zeit der super dünnen Models lebte und nun erlebt die Modelwelt einen Aufstand gegen den ungesund dünnen Look. Ich weiß, dass ich nicht super dünn bin und auch während meiner dünnsten Zeit, als ich eigentlich untergewichtig war, habe ich nie so ausgesehen. Um bestimmten Idealen zu entsprechen, habe ich mich immer sehr unter Druck gesetzt, aber als ich älter wurde, realisierte ich wie lächerlich es ist, solche unmöglichen Schönheitsideale anzustreben. Ich finde, es macht viel mehr Spaß Kurven zu haben und sich so zu kleiden, wie man möchte, anstatt sich damit zu stressen, was man isst. Das Leben ist da, um es zu genießen und wir müssen lernen und zu lieben. Ich liebe es, mir alte Fotos von Marilyn anzuschauen und zu sehen, wie sie aussah: ein bisschen kurviger und trotzdem das größte Sexsymbol aller Zeiten. Wie kann das nicht inspirierend sein? Sie war eine Gottheit, so wie es alle Frauen sind, doch die meisten von uns wissen es nicht! Ich sage ja nicht, dass es nicht in Ordnung wäre, dünn oder in shape zu sein. Ich denke nur, dass wir uns selbst fragen müssen, warum wir so sind. Ich denke, es ist wichtig, dass wir die Gründe hinter unseren Entscheidungen verinnerlichen und uns sicher sind sie echt sind. Warum bist Du dünn? Denkst Du, dass Du so sein musst? Fühlst Du Dich jeden Tag gut? Bist Du glücklich? Was gibt Dir Freude in Deinem Leben? Wodurch fühlst Du Dich schön? Denkst Du, dass Du schön bist? Was gibt Deinem Leben eine Bedeutung? Bist Du nett zu Dir? Hörst Du auf Deinen Körper und Deine Intuition? Ich denke, das sind wichtige Fragen.
Edie Sedgwick hatte einen sehr minimalistischen, einfachen Anspruch an Mode und kleidete sich so, dass nichts von ihrem Gesicht ablenkte. Ich bin wirklich inspiriert von ihrem Make-Up und der von Aufmerksamkeit und Intensität ihres Augenmake-ups begeistert. Die Augen werden oft das „Fenster zur Seele“ genannt, daher passte auch die Betonung der Augen. Sie war nie nur ein Model für ein Outfit, sondern kleidete sich in einer Art und Weise, die sie noch mehr strahlen ließ. Edie hatte etwas sehr „französische Vogue“-mäßiges an sich, was, so denke ich, dazu beigetragen hat, dass ihr Stil die Zeit überdauert hat: sie war klassisch. Debbie Harry ist natürlich ein weiblicher Rock-Star und ich liebe ihre Nebeneinanderstellung von Grunge, Klasse und Sex-Appeal. Band-Shirts, Lederjacken, Mary Janes… ich liebe all das. Sie ist wirklich eine Revolutionärin. Das sind sie alle. Grundsätzlich achte ich immer auf drei Dinge: Klasse, Schmutz und etwas Sex-Appeal.

Ist Mode wichtig für Dich?

Mode ist für mich als eine Form des persönlichen Ausdrucks wichtig. Ich denke, dass die Art und Weise, wie sich jemand kleidet, die Sicht der Leute auf denjenigen ändern kann und darin liegt eine Menge Macht. Ehrlich gesagt, sich aufzustylen, und mit Kleidung, Make-Up und Haaren zu experimentieren macht richtig Spaß. Ich habe gelernt, es zu genießen und es als Kunstform zu sehen. Für mich liegt der wichtigste Teil bei Mode darin, sich in dem wohlzufühlen, was man trägt. Ich könnte ein wahnsinnig teures Kleid tragen, aber wenn ich mich darin nicht wohl fühle, fühle ich mich nicht großartig und schließlich verliere ich all meine Hoffnung auf Größe. Wahrer persönlicher Stil ist, das zu finden, was einem wirklich steht und was einem zu einer besseren Version seiner selbst macht. Kleidung ist nicht dazu da, um uns zu verdecken und zu verstecken oder uns zu ändern, sondern um zu akzentuieren, wer wir bereits sind.

TeaserMagazineNormaJeanMartineSingerBNWVideoWo und wie kaufst Du gern ein?

Ich liebe es, auf Flohmärkten zu shoppen. London und Berlin sind zwei meiner Lieblingsstädte dafür – Portobello Marktes (London) an einem Freitag und der Mauerpark (Berlin) an einem Sonntag. Ich genieße auch wirklich Outlet Center, daher glaube ich, dass es super passt, dass ich bei der Kampagne von McArthurGlen mitwirke. Es gab ein Outlet in der Nähe von New York, wo ich aufgewachsen bin. Immer noch besuche ich das Outlet an Weihnachten, wenn ich wieder Zuhause bin. Wenn ich Kleidung kaufe, achte ich in erster Linie auf Komfort und Form.

Was denkst Du darüber, Teil solch einer großen Kampagne von McArthurGlen zu sein?

Ich fühle mich wirklich geehrt, an dieser Kampagne beteiligt zu sein. McArthurGlen ist ein wirklich erstaunliches Unternehmen, in welchem tolle Leute arbeiten und mir so viel Liebe und Möglichkeiten geben. Ich könnte nicht glücklicher sein.

Wo siehst Du Dich in fünf Jahren?

Ich hoffe, Leute durch meine Musik verbinden zu können. Aber ehrlich gesagt, tue ich dies bereits jetzt auf viele Arten. Ich lebe bereits mein Traum. Ich will gerade nur glücklich sein.

Wie verbringst Du Deine Freizeit?

In meiner Freizeit lerne ich gern Sprachen, lese und bilde mich weiter, schaue Filme, jogge den Fluss an meinem Haus entlang, koche und trinke Unmengen an Tee.

Interview: Susie von den Stemmen
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