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JEREMY SCOTT – THE PEOPLE’S DESIGNER

Spongebob auf dem Laufsteg, Herbst/Winter Kollektion in Form von Burgern und Pommes von McDonalds und Turnschuhe mit Flügeln. Das klingt nicht gerade nach Haute Couture und eleganter Highfashion. Eher steht sie frei unter dem Motto Vive l’avant-garde. Jeremy Scott, der schrille Vogel und Kreativ-Chef bei Moschino, polarisiert und nimmt Mode mit Witz und Leichtigkeit.

Katy Perry, Rita Ora, Kanye West, Miley Cyrus, Madonna, Björk, Jared Leto, Rihanna, um nur wenige Prominente zu nennen, lieben seine Kollektionen und so entwarf er auch schon für einige seiner Freunde maßgeschneiderte Kleidungsstücke.

1974 erblickte ein noch unentdeckter Mode-Künstler in Kansas das erste Mal das Licht der Welt und lebte in eher ärmlichen Verhältnissen. Niemals dachte er, er würde es soweit bringen. Doch genau diese Botschaft will er anderen mit auf den Weg geben: Nicht immer sind ‘Connections’ oder ‚Vitamin-B’ in der Mode-Branche notwendig. Wo der Wille ist, ist auch ein Ziel. Scott schaffte es nach seinem Schulabschluss an das Pratt Institute in Brooklyn, New York und studierte dort Modedesign. Mit nur 21 Jahren feierte er seine erste Laufsteg-Kollektion in Paris und gründete daraufhin sein eigenes Label ‘Jeremy Scott’.

Mittlerweile ist er seit zwei Jahren Creative-Director bei Moschino und lebt genau die DNA des Labels weiter. Moschino steht für bunte Farben, skurrile Muster und Formen, immer dekorativ und doch sexy. Franco Moschino, Gründer des Labels, war gegen eine Vorschrift in der Mode und parodierte deswegen liebend gern seine Mode-Kollegen. Genauso auch macht Jeremy Scott für Moschino weiter. “Mode ist ultimativer Luxus – ich meine, niemand braucht sie – also sollte sie Vergnügen bereiten und dich glücklich machen“, so der Designer. Keine Vorschriften, keine Trends, keine Must-Haves, sondern das, worauf Mann oder Frau Lust haben.

Jeremy Scott mischt jedoch nicht nur mit seinen Kollektionen für Moschino auf, sondern ist bekannt für unzählige Kooperationen. Zwei Jahre arbeitete er für Christian Louboutin und vier Jahre später schloss er sich mit Adidas Originals zusammen, um unter dem Namen Jeremy Scott Schuhe und Kleidung zu entwerfen, wie zum Beispiel die klassischen High-Top-Sneaker mit Flügeln. Nicht nur modisch kreiert er, sondern war auch 2005 mitverantwortlich für das Design des Mannhattaner Nachtclubs ‘Happy Valley’ und natürlich kleidete er die Mitarbeiter in flippige Arbeitsoutfits ein.

Er liebt Mode, doch eben auf einer anderen Art und Weise. Comic, so wie wir es auch von Franco Moschino kennen, steht auch bei Scott im Vordergrund. Deswegen wird er auch liebevoll Jeff Koons genannt: Cartoons wie Mickey Mouse zitiert oder karikiert er liebend gern. Für seine letzte Spring/Summer Kollektion wurde er von Barbie inspiriert und ließ alle Models im Look der populärsten Blondine über den Laufsteg schweben.

Genau diese Ironie, die Leichtigkeit einfach anders zu sein und die Extravaganz die seine Entwürfe zeigen, macht Jeremy Scott zu dem, wer er heute ist. Dieser lange und nicht immer steinfreie Weg zum Erfolg wurde jetzt in einer Dokumentation ‘Jeremy Scott – The People’s Designer’ festgehalten. Bis jetzt gibt es nur einen Trailer und die englisch-sprachige Vollversion ist ab dem 18. September zu sehen, wann sie auf deutsch erscheint, ist noch unklar. Produzent Matt Kapp, der auch ’Valentino: The Last Emperor’ inszenierte, ist neben Vlad Yudin, und Edwin Mejia verantwortlich für diesen Film. Es geht um den Aufstieg aus dem Nichts zu einem renommierten und gefeierten Star-Designer. Neben ihm sprechen auch Freunde, wie Rita Ora, Rihanna und vor allem Katy Perry, die die neuen Kampagnenbilder seiner aktuellen Kollektion ziert, offen über die Verbindung zu dem kreativen Kopf und seiner Mode. Herzzerreißend sprechen auch seine Eltern über seine Entwicklung und seinen Erfolg. Die Dokumentation ist verrückt, genauso wie auch der Designer selbst gerne lacht und feiert. Besonders stark thematisiert wird seine erste Kollektion 2014 für Moschino unter dem Motto Fast-Food allá Moschino. In seinem Kopf müssen ganz schön wilde und abstrakte Gedanken herumtanzen, denn wer sonst lässt das Logo von McDonals oder Budweiser Pullover, Kleider und Röcke zieren. Diese sehr poppige Kollektion wurde kontrovers diskutiert, doch auch heiß geliebt. Jeremy Scott wird nicht nur von der Prominenz und vielen anderen, wie du und ich, verschlungen, sondern in einigen Rängen auch verpönt. Aber das ist doch das spannende an der Mode: Jeder interpretiert sie anders. In diesem Fall ironische Selbstinszenierung.

Text: Marie-Louise Rehwoldt

© Instagram.com/itsjeremyscott

SO HAPPY TO SHARE WITH YOU THE POSTER FOR MY DOCUMENTARY COMING TO THEATERS SEPTEMBER 18TH CHECK THE FILMS TRAILER ON LINE NOW !

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TIJUANA MICKEY

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