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KINOSTART: STRAIGHT OUTTA COMPTON

„Straight Outta Compton“ – 1988 schaffte die Rap-Crew N.W.A. mit diesem Album den Durchbruch. Nun kommt ein Film in die Kinos, der einen in die Anfänge des Gangsta-Raps an der US-Westküste eintauchen lässt. Das Musikdrama zeigt die brutalen Regeln der Musikindustrie, Polizeigewalt gegen Schwarze, unterlegt mit den Hip-Hop Beats rund um Dr. Dre und Ice Cube…

Bandenbrutalität und Rassismus,– zwischen diesen Umständen hat sich N.W.A gebildet: „the world’s most dangerous group“. Compton ist die Hauptstadt der Gangs und der höchsten Kriminalitätsrate, trostlos, am Stadtrand L.A.s war die Stadt in den 80er Jahren einer der gefährlichsten Orte der USA. Um dem brutalen Alltag zu entkommen und ihre Erlebnisse und Konflikte zu verarbeiten fangen N.W.A an Musik zu machen. Ehrliche, radikale Texte die das Leben auf den Straßen von Compton wiedergeben. Heute, 27 Jahre später leben noch vier der fünf Mitglieder, zwei davon, Dr. Dre und Ice Cube sind wohl die einflussreichsten von ihnen. Der Film „Straigh Outta Compton“ erzählt ihre Geschichte, und zeigt die Probleme junger Afroamerikaner in den Achtzigerjahren, die Konflikte zwischen ihnen und der Polizei, und den Weg von einem perspektivlosen Leben zu Ruhm und Reichtum. Die Gewaltspirale in der sich die Rapper befinden ist auch heute noch aktuell, und genau das macht den Film so authentisch und greifbar. N.W.A (Niggaz Wit Attitudes) waren Teil einer unterdrückten Generation und verliehen dieser durch ihre Musik eine Stimme. Ihr Sound mischte nicht nur ihr Viertel auf sondern nach und nach das ganzen Land. Sie prägten die Musikindustrie nachhaltig und umso spannender ist es zu erfahren was für Menschen hinter den Texten stecken. Musikmanager Jerry Heller erkennt damals das Potential der Jungs und nimmt sie unter seine Fittiche. Ihre Message schallt in die Welt hinaus. Je berühmter N.W.A werden, desto mehr steht ihre Freundschaft auf der Kippe. Auf einmal geht es nicht mehr um die gemeinsame Sache, plötzlich sind sie Konkurrenten und tragen das nicht nur am Mikrofon aus. Regisseur F. Gary Gray zeigt sowohl das harte Leben von Dr. Dre, Ice Cube, MC Ren, Eazy-E und DJ Yella, als auch ihren Erfolg und ihr außergewöhnliches Talent. „Straight Outta Compton“, das Album mit dem ihnen der Durchbruch gelang, ist nicht umsonst der Titel des Films. Es war der Wegbereiter für etwas großes, für eine neue Musikrichtung. Die Figuren, werden als Helden dargestellt und all ihre Handlungen und Motive so erklärt, dass man selbst die fragwürdigsten Geschichten nachvollziehen kann. Vor allem die Dynamik der Gruppe wird perfekt transportiert und dadurch ist der Film, trotz Überlänge extrem kurzweilig. Das liegt nicht nur an den Originaldrehorten in Compton sondern auch an den Darstellern. Ice Cubes Sohn spielt seinen Vater, und der Regisseur hat schon in der Vergangenheit mit den Produzenten Dr. Dre und Ice Cube zusammengearbeitet. Ein gutes Omen und ein außergewöhnlicher Film, denn alle Hauptdarsteller sind noch völlige Newcomer.

Am 27. August startet der Film in den deutschen Kinos und ist nicht nur etwas für bekennende Hip-Hop Fans.

Text: Katrin Kobberger
©Instagram/outtacomptonmovie

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