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KUNST NEWS: ISTANBUL BIENNALE 2015

Seit 1987 wird alle zwei Jahre in der Türkei die International Istanbul Biennail veranstaltet. In diesem Jahr repräsentieren zahlreiche Künstler eine reizvolle Kunstmesse, deren Motto im Zeichen des Salzwassers steht…

Die letzte Biennale in Istanbul fand während der politisch brisanten Proteste um den Gezi Park statt und auch in diesem Jahr gibt es Konflikte und Turbulenzen, auf die Kuratorin Carolyn Christov-Bakargiev mit poetischer Widerstandskraft antwortet. “Well we are on salt water, the Bosporus is salt water. It is a simple way of saying Istanbul.” Salzwasser, das Meer, Strömungen und Wellen sind also das zentrale Phänomen, mit dem sich die Künstler der diesjährigen Kunstmesse befassen.

Der zentrale Ausstellungsort am Bosporus waren in den letzten Jahren große Lagerhallen, die allerdings momentan zu Luxusbüros umgebaut werden. Daher ist die Biennale in diesem Jahr wie eine Schnitzeljagd konzipiert, denn die 36 Ausstellungsflächen liegen in der Stadt verteilt und befinden sich in leer stehenden Schulen, Läden, Häusern oder auch Gärten und Hotelzimmern. Teilweise werden auch die Orte selbst, wie ein altes Hammam in der Altstadt oder ein Tresorraum, zum Kunstobjekt. Sogar unter Wasser, nur für Taucher zu besichtigen, hat Pierre Huyghe auf dem Meeresboden eine Bühne bauen lassen. Ab sofort ist Kunst also auch das Unsichtbare, bewusst gewählt, als Protest gegen die täglich auf uns einwirkenden Bilderfluten, Nachrichten und Werbetafeln.

Aber das Highlight der Biennale ist natürlich etwas Sichtbares: Auf der Büyük-Ada, eine Insel im Marmarameer, ragen lebensgroße Tierplastiken aus dem Wasser. Um diese Kunstwerke zu sehen muss man eine Bootstour machen, Seekrankheit überwinden und das Haus besichtigen in dem Leo Trotzki von 1929 an vier Jahre seines Exils mit Schreiben und Fischen verbrachte. Ein Weg durch den verwilderten Garten führt zu einem Gartentor hinter dem sich die leuchtenden Nilpferde, Giraffen, ein Gorilla und Löwen aus weißem Kunststoff befinden. Der argentinische Künstler Adrián Villar-Rojas inszeniert hier eine neue Interpretation des Karneval der Tiere, umspült von den Wellen der Schiffe. Diese und weitere Installationen können bis zum 01. November 2015 besichtigt werden.

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Text: Saskia Weigel
©Instagram/diplomatvalise

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