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KUNST NEWS: PEGGY GUGGENHEIM – ART ADDICT

Das Leben der wohl einflussreichsten Frau in der Kunst des 20. Jahrhundert ist jetzt ein Kinofilm. Peggy Guggenheim, hineingeboren in eine der reichsten Familien der Welt, über Kunst und Liebe…

TeaserMagazineJacksoPollockGuggenheimDie Dokumentation Peggy Guggenheim – Art Addict ist aktuell in den Kinos zu sehen. Die US-amerikanische Sammlerin und Galeristin gehört bis heute zu den bedeutendsten Kunst Mäzeninnen, die mit Werken von Picasso, Mondrian und Brancusi beinahe ausversehen den Grundstein für eine der größten und eindrucksvollsten Sammlungen der Welt legte. Die moderne Kunst war für Peggy Guggenheim allerdings weniger businessorientiert, sondern eher einem ausgeprägtem Spürsinn und guter Intuition zu verdanken. Vertrauen ihrem Freund, dem Künstler Marcel Duchamp, gegenüber, sagt Guggenheim: “Ich habe immer nur auf Marcel gehört. Er war mein großer Lehrer.” In der Dokumentation wird deutlich, dass es ihr nie um Geld und Erfolg in diesem Ausmaß ging, sondern: “In meinem Leben ging es nur um Kunst und Liebe”, so die Galeristin kurz vor ihrem Tod im Jahre 1979.

TeaserMagazinePeggyGuggenheimArtistIhr Leben beginnt auf der Upper East Side, zwischen Kindermädchen und Bediensteten, in einem kleinen Palast. Ohne kunsthistorische Ausbildung geht die New Yorkerin als junge Frau nach Paris und umgibt sich mit Künstlern und Schriftstellern wie Ezra Pound oder Man Ray. In ihrer ersten Galerie “Guggenheim Jeune” stellte sie zunächst Werke von damals noch erfolglosen Künstlern wie Wassily Kandinsky aus. Während sich Peggy Guggenheim in der Kunstwelt immer besser positionieren kann und sie Jackson Pollock als ihre größte Entdeckung in der Szene nennen kann, will es in der Liebe allerdings nicht wirklich klappen. Ihre erste Ehe mit dem Maler Laurence Vail, mit dem sie die Kinder Sindbad und Pegeen hatte, wurde nach acht Jahren geschieden. Den britischen Schriftsteller John Holms sieht sie als Mann ihres Lebens, doch er stirbt wenige Jahre nachdem sie sich kennenlernen. Auch ihre Ehe mit dem deutschen Maler Max Ernst wird nach nur fünf Jahren wieder geschieden. Monogamie scheint für Peggy Guggenheim ein schwieriges Konzept darzustellen. Sie bezeichnet sich selbst als Nymphomanin und hat Affären über Affären, hauptsächlich mit Künstlern und Schriftstellern, wie beispielsweise Samuel Beckett. An ihrem Lebensende bleiben der Mäzenin nur noch ihre Hunde.


Text: Saskia Weigel
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