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KUNST NEWS: SEA OF HULL – BLAU & NACKT

Für die Ferens Art Gallery im englischen Hull bekam der amerikanische Fotograf Spencer Tunick den Auftrag, eine Fotoserie zu machen. Das Ergebnis zeigt 3200 Menschen. Blau angemalt und komplett ausgezogen…

Die kleine Stadt Kingston upon Hull ist 248 Kilometer nördlich von London an der Nordsee gelegen. Hier duftet es nach Historie, denn Hull war einst das Zentrum für Fischerei und Walfang. Deshalb ließ sich der Fotograf Spencer Tunick von dem Meer und seinen Blautönen inspirieren und bemalte seine Statisten mit Farbe, um mit ihnen Wellen und Wasser in den Straßen der Stadt darzustellen.

Das Fotoshooting mit den 3200 Bewohnern der Stadt fand von Mitternacht bis zehn Uhr morgens auf freien Plätzen, Parks, Brücken und Straßen statt, die allesamt in dieser Zeit für die Aktion gesperrt wurden. Die maritime Geschichte der Stadt konnte von dem Fotografen jetzt auf eine interessante und höchst anspruchsvolle Art dargestellt werden.

Tunick verrät zu seiner Aktion dem Guardian: “Ich war sehr überrascht, so viele alte Menschen teilnehmen zu sehen. Sie hatten Probleme mit dem Gehen, kamen im Rollstuhl, mit Krücken, Orthesen. Es war wie das Ende eines Krieges, aber sie waren belastbar und es kamen Junge und Alte und ich bin ihnen allen so dankbar.”

Unter den Teilnehmern befinden sich Menschen allen Alters und in unterschiedlichster Verfassung. Doch trotz Nacktheit empfinden die Darsteller ihre Rolle als wenig sexuell. Das zentrale Gefühl ist, dass durch die Bemalungen und die Nacktheit vielmehr die Gleichheit der Menschen in den Vordergrund gestellt wird. Hautfarbe, Herkunft, Alter und Geschlecht werden zweitrangig. Alle gehören zu der selben Spezies.

Bereits mehr als 100 solcher Kunstaktionen wurden von Tunick auf der ganzen Welt gemacht. Seit 20 Jahren fotografiert er Menschen ohne Kleidung und erzeugt damit jedes Mal einzigartige Aufnahmen. Die Fotografien aus Hull werden erst im Jahr 2017 zu sehen sein, wenn die Stadt die Rolle der “City of Culture” übernimmt. Schließlich wurden die Bilder für dieses Ereignis produziert. Doch erste Eindrücke gewinnen wir natürlich bei Instagram. Viel Spaß im blauen Meer der Nacktheit.

Over 3,000 people stripped and splashed themselves in blue in the British city of Hull as a part of a performance art project to mark Hull’s “City of Culture” event in 2017. The 3,200 volunteers from 20 countries gathered in the city with a sole purpose – pose for a series of nude photographs in front of the city’s various landmarks. The project titled “Sea of Hull” is hosted by American photographer Spencer Tunick, who is known for his large-scale nude shoots. The “Sea of Hull” project is a reflection of the city’s maritime heritage, as the four shades of blue body paint represented the colors of water, BBC reported. One participant, 80-year-old Stephane Janssen, who travelled from Brussel’s to the UK city for the project, told BBC that he admired the idea that everybody was naked, as it reflects equality in some sense. “Everybody is equal – no race nor sex difference – everybody is the same, naked…and that’s what I love,” he said. #seaofhull #spencertunick #art #Hull #performanceart

Ein von CCTVNEWS (@cctvnews) gepostetes Foto am

Singing the blues this morning in England. #seaofhull Ein von Spencer Tunick (@spencertunick) gepostetes Foto am

Feeling blue this morning in the UK #seaofhull

Ein von Spencer Tunick (@spencertunick) gepostetes Foto am

Text: Saskia Weigel
© Instagram

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