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KUNST NEWS: ‘VON HOCKNEY BIS HOLBEIN’ AUSSTELLUNG IN BERLIN

Willkommen in der Welt der Kunstgeschichte. Im Martin-Gropius-Bau ist ein Teil dieser bis zum 10. Januar 2016 zu besichtigen. “Von Hockney bis Holbein” ist eine ganz besondere Ausstellung, in der 400 Werke aus der Sammlung von Reinhold Würth für jedermann zugänglich sind. Ein repräsentativer Überblick und eine Reise durch die Epochen, die Veränderungen und Wechsel der Stile…

TeaserMagazineMartinGropiusBau2015WuerthMuseumMittlerweile zählt die Kunstsammlung Würth mit ihren 17.000 Werken aus rund 500 Jahren zu den bedeutendsten Sammlungen Europas. Für vier Monate wird ein bedeutsamer Teil dieser Sammlung im Martin-Gropius-Bau in Berlin präsentiert. Eine Reihe der ausgewählten Exponaten wurde in Berlin bisher selten oder noch nie ausgestellt und bietet einen einmaligen Überblick über die Vielfalt der Sammlung. Der Blick in die Fürth-Schatzkiste ist ein Stück unserer Kunstgeschichte und wird hier erleb- und nachvollziehbar dargestellt.

Der Kunstmäzen Reinhold Würth ist neben seiner Tätigkeit als Sammler und Kunstförderer vor allem erfolgreicher Unternehmer. Er baute das Schrauben-Handelsunternehmen Würth mit heute rund 66.000 Mitarbeitern zum internationalen Marktführer in der Befestigungs- und Montagetechnik auf. Sein Kunstinteresse und Engagement bereichern die Szene und natürlich die Würth-Sammlung seit nunmehr 50 Jahren. Die aktuelle Ausstellung in Berlin verschafft den Besuchern einen erstklassigen Einblick in verschiedenste Epochen und bietet vor allem nicht nur Rundgang sondern eine Entdeckungsreise, die unsere Kunstgeschichte etwas auf den Kopf stellt. “Es ist keine Ausstellung in der Prozessionsstraße der Stile, sondern es geht quer: Quere Blickachsen und Entdeckungsreisen. Das entspricht der Sammlerpersönlichkeit von Reinhold Würth. Er will die Neugier, die er selbst hat, vermitteln”, so Peter Klaus Schuster, Kurator und künstlerischer Berater der Sammlung Würth.

11_SklaveUngewöhnliche Perspektiven stellen wie Gerhard Richters grau in graue Landschaften neben Hockneys Pop Art oder Henry Moors elegant in die Höhe geschwungene Bronze, die den Besucher im Foyer empfängt, wohingegen im Lichthof dahinter Anthony Caros Installation “Das Jüngste Gericht”, die sich in 25 Teilen mit den traurigen Facetten des Krieges auseinandersetzt, eher beklemmend wirkt. Impressionistische Malerei von Max Liebermann trifft auf surreale Collagen von Max Ernst und die kubistischen Werke von Picasso.

Ein weiteres bemerkenswertes Merkmal der Fürth-Sammlung ist der Bestand an internationalen bildhauerischen Arbeiten der letzten 40 Jahre. Robert Jacobsen, Eduardo Chillida, Alfred Hrdlicka, Max Bill und Christo sowie seine Frau Jeanne-Claude gehören ebenso dazu wie Meisterwerke von Arp bis Tinguely, Moore und Kapoor. Eine unerschöpfliche Vielfalt an Formen, Farben, Linien und Flächen. Aber auch der surrealistische Schwerpunkt und Positionen der klassischen Moderne wie Impressionismus und Expressionismus sind in der Ausstellung von Bedeutung und relevante Werke von Ernst Ludwig Kirchner, Max Beckmann, Max Lieberman und Edvard Munch kommen nicht zu kurz.

02_Three_Trees 02a_Three_Trees 02b_Three_Trees 02c_Three_Trees09_Saint-Cyr-Sur-Mer07_Heilige_BarbaraBildschirmfoto 2015-11-13 um 12.09.28

Text: Saskia Weigel
© Martin-Gropius-Bau

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