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KÜNSTLER PORTRAIT: EMOJI-ART BY YUNG JAKE

Wie man im 21. Jahrhundert online noch Aufsehen erregen kann, weiß er ganz genau: Der amerikanische Künstler Yung Jake verwandelt Tausende von Emoticons mithilfe der kostenlosen Emoji.ink App in Starportraits, die ihren prominenten Vorbildern zum Verwechseln ähnlich sehen.

Klar, das ist Miley Cyrus. Ohne Zweifel. Aber aus was besteht das Gesicht der amerikanischen Sängerin? Schweinchen als Zunge, eine Zitrone auf dem Kopf, Fliegenpilze an den Ohren: Schnell wird klar: Hier haben wir es mit keiner gewöhnlichen Portrait-Technik zutun. Yung Jake nutzt die kostenlose App Emoji.ink, in der man mit Hunderten von verschiedenen Emoticons nach Belieben malen und diese auch in ihrer Größe verändern kann. Er schafft es, die Illusion zu erzeugen, wir hätten tatsächlich ein gemaltes Bild des Promis vor Augen. Auf den ersten Blick wirkt es wie abstrakte Malerei, bei genauerem Hinsehen erkennt man, dass es sich hier um die in ihrer Form, Größe und Farbe perfekt platzierte Smileys handelt. Egal ob Cara Delevingne, Kim Kardashian, Jay-Z oder Leonardo DiCaprio, vor dem Absolventen des „California Institute of the Arts“ ist keiner sicher.

Was ursprünglich als Spaß begann, hat jetzt viele Fans: Derzeit folgen Jake Patterson alias Yung Jake schon 59.000 Abonnenten auf Instagram. Das nicht zuletzt, weil er als optimaler Repräsentant unseres Online-Zeitalters Innovationen in eine Welt bringt, in der man der Meinung ist, man habe bereits alles gesehen. Seine Online-Identität füllt er mit viel Leben: Jake ist mit verschiedenen Kunstprojekten unterwegs, rappt aber auch so erfolgreich, dass sein erster Song „Datamosh“ auf YouTube bereits über 330.000 Klicks hat. Interviews gibt es von dem Allroundtalent nur via iMessage, persönliche, genauso wie Videointerviews lehnt er kategorisch ab.

Yung Jake projiziert ironischerweise genau jetzt, wo wir alle die meiste Zeit im Netz verbringen, ein Online-Phänomen wie Emoticons auf Prominente, die durch das World Wide Web erst zu dem geworden sind, was sie heute sind. Er sagt, er wurde 2011 als Yung Jake online wiedergeboren, was seine Internet-Persönlichkeit uns noch alles an innovativen Ideen beschert, bleibt spannend.

Ein von @yungjake gepostetes Foto am

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happy bday to my brother @tripolipatterson the legend. Ein von @yungjake gepostetes Foto am

 

#tbt

 

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2k16 Ein von @yungjake gepostetes Foto am

 

tag this nigga

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Text: Saskia Müller
© Instagram/yungjake

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