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KÜNSTLER PORTRAIT: JEAN-MICHEL BASQUIAT

Heute, am 22. Dezember, wäre der afroamerikanische Künstler Jean-Michel Basquiat 55 Jahre alt geworden. Zu seinem Ehrentag widmen wir uns seiner faszinierenden Arbeit zwischen Graffiti und Malerei…

Jean-Michel Basquiat starb in den 80ern an einer Überdosis Heroin. Ein tragisches Ende für einen Künstler, dessen Anfänge und Schaffen bedeutend für die Kunstwelt sind. Jean-Michel Basquiat war, im Gegensatz zu vielen anderen Künstlern, bereits zu seiner Lebzeit berühmt.

Geboren wurde Basquiat am 22.12.1960 in New York. Sein Vater stammt aus Haiti und die Mutter ist Puertoricanerin. Seine künstlerische Karriere beginnt 1978, als er gemeinsam mit seinem Freund Al Diaz New Yorks Straßen als Graffiti-Sprayer, unter dem Namen “SAMO” (“Same Old Shit”), bemalt. Zu dieser Zeit war New York in einer ganz anderen Phase, als wir es heute kennen. In den 70ern war die Stadt in einer schlechten Verfassung, der Timesquare voll von Junkies und Prostituierten und die Wirtschaft in einer katastrophalen Lage. Filme wie Taxi Driver geben heute einen guten Einblick in die Szene des damaligen New York. Manhattan war ein Mekka für Kunststudenten, Ausreißer und verlorene Seelen. Jeder wollte sich selbst verwirklichen, Künstler, Filmemacher, Schauspieler, Schriftsteller oder Musiker sein.

So auch Jean-Michel Basquiat. Seine StreetArt Aktivitäten startet er schon während seiner Schulzeit. Die Motivation des Graffiti ist in erster Linie der “Fame”. Menschen sehen seinen Namen in der ganzen Stadt, an Wänden oder Zügen und dieser Name wird berühmt. Um seinen Lebensunterhalt zu bestreiten verkauft Basquiat bemalte Postkarten und T-Shirts und erschafft Assemblagen aus Schrott. Irgendwann nimmt er an der “Timesquare Show” teil  und der geheimnisvolle SAMO bekommt ein Gesicht. Sein erster Schritt in das öffentliche Leben. Der 21 jährige wird quasi über Nacht zum Star und ist der jüngste Künstler der sogar zu der “documenta” in Kassel eingeladen wird.

Es folgen Ausstellungen in Europa, Japan, den Vereinigten Staaten und sein internationaler Ruhm und die Beliebtheit bei Kritikern, Sammlern und Künstlern wächst ins Unermessliche. 1984 lernt er Andy Warhol und Francesco Clemente kennen und arbeitet mit ihnen zusammen. Andy Warhol ist seit dem nicht nur ein enger Freund, sondern auch sein größter Förderer.

Detaillierte Einblicke, original Aufnahmen, Interviews und Statements seiner Wegbegleiter fasst die Dokumentation “The Radiant Child” gut zusammen und verschafft einen authentischen Blick auf das Leben von Jean-Michel Basquiat.

 

Dos Cabezas, (1982)

 

Ein von Jean-Michel Basquiat (@basquiatart) gepostetes Foto am

JMB 1960 – August 12th 1988 Ein von Jean-Michel Basquiat (@basquiatart) gepostetes Foto am

 

Crown :: 1983

 

Ein von Jean-Michel Basquiat (@basquiatart) gepostetes Foto am


Text: Saskia Weigel
© Instagram/ Basquiatart

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