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KÜNSTLER PORTRAIT: PLASTISCHE SKULPTUREN VON JAEHYO LEE

Mit seiner Kunst ist er alles andere als auf dem Holzweg: Der koreanische Skulpturist Jaehyo Lee zaubert aus ganz alttäglichen Dingen wie Holz, Nägeln oder Steinen echte Designer-Stücke. Dabei respektiert er ihre natürlichen Eigenschaften und schafft so etwas Einmaliges. 

Holzmöbel wecken oft unschöne Assoziation zu massiven Eichentischen oder sperrigen Wohn-Alpträumen in Kiefer-Rustikal. Die Werke von Jaehyo Lee sind anders – und definitiv keine gewöhnlichen Möbel à la IKEA! Der Bachelor-Absolvent der Hongik University in „Plastic Arts“ zaubert aus den uns eigentlich so vertrauten Materialien wie Holz, Eisen oder Stein außergewöhnliche plastische Arbeiten. Seine teils riesigen Skulpturen und Design-Möbel sind individuell und in besonderer Handarbeitstechnik gefertigte Einzelstücke. Bei dem Herstellungsprozess seiner Holzmöbel und Skulpturen verbrennt der Künstler zum Beispiel zuerst Teile des Materials, um ihm einen besonderen Look zu geben. Dann schleift er es so, dass es stellenweise wieder in seinem eigentlichen Farbton heraussticht. Jaehyo Lee schafft so einen besonderen Kontrast zwischen dem schwarzen Inneren und dem helleren Äußeren.

Inspiriert von der Natur ist es dem Künstler bei seinen Holzarbeiten sehr wichtig, dass die Charakteristika des besonderen Rohstoffes erhalten bleiben. “I want to express the wood’s natural characteristics, without adding my intentions”, sagt er selbst.  So zeigt er durch Querschnitte die Struktur der Materialien. Super dabei ist, dass er viel altes Schrott-Holz und unbrauchbare Kleinteile verwendet und kein zusätzlicher Baum für seine Arbeiten dran glauben muss. Jaehyo Lee liebt die Herausforderung mit natürlichen Materialien zu arbeiten: “Constructing artwork out of unfamiliar materials might actually be easier. But I believe you can get more of a ‘wow effect’ when you create a striking piece from every day, common materials”. Er ist aus hartem Holz geschnitzt – in seinen Arbeiten steckt nämlich neben jeder Menge Kreativität auch viel körperliche Arbeit. Daher steht hinter jedem Werk ein großes Team aus Handwerkern.

Auch Nägel, Stein und Stahl Konstruktionen haben es dem kreativen Koreaner angetan. So schafft er mithilfe von Steinen, die er in unterschiedlichen Höhen an durchsichtige Schnüre nebeneinander hängt, die Illusion als würden sie fliegen. Oder er formt filigrane Gebilde aus Stahl, die einen Baum mit vielen kleinen Ästen mimen. In einigen Werken verbiegt er Nägel so, dass sie anschließend eine glatte Sitzfläche für Möbel bilden. Bei ihm kennt Kreativität keine Grenzen. Deshalb erregen seine Kunstwerke auch Aufsehen auf der ganzen Welt. Er hat schon zahlreiche Ausstellungen gemacht, unter anderem in der Albemarle Gallery in London. Seine Plastiken kann man aber nicht nur in Museen bewundern. Viele von ihnen haben ihren Weg bereits in Hotellobbys und zu privaten Käufern gefunden. Wir finden: Dieser Kerl hat echt eine ganze Menge auf dem Kerbholz!

Text: Saskia Müller

© PR

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