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MUSIC MUST: NISSE – WIE EIN STÜRMISCHER TAG IM AUGUST

„Du willst es und ich ändere das Alphabet, sodass überall nur noch dein Name steht.“ Nisses Namen werden wir wohl in Zukunft auch überall sehen. Seine Musik ist eine Mischung aus, Rap, Pop und Soul, entstanden aus Sinnkrise und Leidenschaft.

„August“ heißt das Debütalbum von Nisse. An einem stürmischen Tag im August wurde er geboren – stürmisch war auch sein bisheriges Leben. Aufgewachsen im Süden Harburgs führte ihn sein Weg anschließend auf eine Schule nach England. Ironischerweise entwickelte sich dort seine Leidenschaft zum deutschen HipHop. Aus der Heimat bekam er regelmäßig CD’s zugeschickt, Rap Songs von Untergrund-Gruppen die sich zu seinen Idolen entwickelten. Vor allem Torch und die Stieber Twins hatten es ihm angetan und prägten seine ersten eigenen musikalischen Versuche. Ein Künstler, der Nisse jedoch nachhaltig und immer noch beeindruckt ist der King of Pop: Michael Jackson. Schon damals auf den Parties in seinem Dorf war Nisse angetan und besuchte sogar zwei seiner Konzerte. Für ihn war Michael wie der Messias, der es wie kein Anderer beherrschte verschiedene Genres miteinander zu vereinen. Genau das macht Nisse nun auch in seiner Musik, er bringt Rap und Soul miteinander in Einklang, gepaart mit elektronischer Musik, Chanson, Garage und Indie. Michael war sein Wegweiser, aber vor allem eine riesige Inspirationsquelle. Auch Einflüsse von Falco, Lindenberg und Nena spiegeln sich in seinen Songs wieder. Mit 17 beginnt für Nisse eine prägende Zeit: Er zieht nach Hamburg St. Pauli, direkt auf die Herbertstraße, eine Gegend voll von Zuhältern, Freiern und Prostituierten. Seine Freunde und er waren voller Tatendrang, wurden zu Hip-Hop-Aktivisten – endeten aber, gebremst in ihrer Euphorie, in einer Sinnkrise. Nisse ließ das alles hinter sich, orientierte sich neu. Er begann für einen Lohn von knapp 6 € die Stunde am Hamburger Hafen zu arbeiten. Das wohl anstrengendste Kapitel seines Lebens, das er aber in positives umwandelte. Er schrieb seine Gedanken auf und durch die unterschiedlichen Kulturen, denen er am Hafen begegnete entwickelte sich auch sein musikalisches Wissen weiter. Auf seinen eigenen erlebten Geschichten und Gefühlen beruhen seine Songs. Er begann mit einem altem Rechner und Musikprogramm Musik zu machen und holte nebenbei sein Abitur nach. Kontraste ziehen sich durch Nisses Leben und so beginnt er eine Ausbildung zum Medienkaufmann in einer der exklusivsten Adressen Hamburgs, direkt gegenüber seines alten Arbeitsplatzes: dem Hafen. Dabei ließ er die Musik und sein Zeil, musikalische Mauern zu brechen nicht aus den Augen. Musik, in der viel Herz, Arbeit und Ehrgeiz reinsteckt, einen unverwechselbaren Stil kreiert und seine Gedanken in seinen Texten verarbeitet. Eine ganz bestimmte Energie geht von seinen Songs aus, unübliche Samples machen jedes Lied besonders und eigen und eine klare, aber teilweise poetische Nachricht wird transportiert. Mit Songs wie „Herz auf Beat“, „Schiff & Anker“, „Liebe Liebe“ singt sich Nisse direkt ins Herz.

Du warfst’ dein Tagebuch zuletzt,

dem Feuer zum Fraß’ vor.

Dein Gefühl beschreibst du jetzt,

mit dem Stahlrohr.

Für das Drama in deinem Kopf,

tanzt der Teufel wild mit Amor.

Nisse – Fabienne

Nisse ist nun mittendrin in der deutschen Musiklandschaft und bei dem Label Four Music unter Vertrag. Ganze 13 Videopremieren kann man auf der Seite von AMPYA und dem YouTube-Kanal von Four Music miterleben, und noch vor dem Release gibt es seit Mai alle Songs des Albums in einem exklusiven Prelistening. Erst am 4. September wird „August“ veröffentlichst, so kann man sich bei AMPYA schon mal einen kleinen Vorgeschmack holen und in die Welt von Nisse eintauchen. Auch live ist Nisse großartig und beginnt seine eigene Tour durch Deutschland Ende September.

26.09. Hamburg, Reeperbahn Festival

27.09. Köln, Artheater

28.09. Weinheim, Café Central

29.09. Stuttgart, Schräglage

30.09. Frankfurt, Zoom

01.10. Essen, Hotel Shanghai

02.10. Dresden, Beatpol

04.10. Leipzig, Täubchenthal

05.10. Berlin, Berghain Kantine


Text: Katrin Kobberger
©Calvin Mueller

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