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MUSIC MUSTS: NOUVELLE CHANSON

Edith Piaf oder Yann Tiersen – sind wohl die ersten Musiker, die man mit französischer Musik verbindet. Aktuell hat die französische Musikwelt aber eine durchaus größere Vielfalt zu bieten – ob beschwingt oder melancholisch; auf jeden Fall aber trés fançais, denn auf französisch klingt so ziemlich alles schöner!

ZAZ – PARIS SERA TOUJOURS PARIS

Zaz – drei Buchstaben, mit viel Hintergrund. Ihren Hit „Je veux“ dürfte wohl vielen ein Begriff sein. Schon als Vierjährige ist Isabelle Geffroy ihr großer Traum klar: Sie möchte Sängerin werden. Im zarten Alter von sieben macht sie den zweiten Platz bei einem Rundfunk-Casting uns es folgen ein Musikstudium, Auftritte und viele Bands und Ensembles, die sie mit ihrer Stimme bereichert. Zusammen mit Produzent Kerredine Soltani komponiert sie den Song „Je veux“, während sie nebenbei mit befreundeten Musikern auf den Straßen Montmartres spielt. Zaz ist eine der wundervollsten Nouvelle-Chanson-Sängerinen und ihre Songs sind größtenteils beschwingt und voller Leben. Auch ihr Song „Paris sera toujour Paris“ hat eine klare Message: Paris wird immer Paris sein!

Paris sera toujours Paris!
La plus belle ville du monde
Malgré l’obscurité profonde

(Paris wird immer Paris sein!
Die schönste Stadt der Welt
Trotz der Dunkelheit)

CHRISTINE AND THE QUEENS – NUIT 17 À 52

Klassisch-französischer Chanson gemischt mit modernem Rhythm and Blues, und sowohl englische als auch französische Texte machen die Musik von Christine and the Queens aus. Inspiriert von Künstlern wie Kanye West, Beyoncé, Lou Reed oder Michael Jackson gehen ihre Songs direkt ins Ohr, haben aber auch eine melancholische Ader. Nicht nur Singen kann Héloïse Letissier, wie sie mit bürgerlichem Namen heißt, auch das Tanzen ist eine ihrer großen Leidenschaften. Auch ein Schauspielstudium hat sie absolviert und durch eine Begegnung und Freundschaft mit einer Gruppe singender Drag Queens, kam sie zum Gesang. Zum Glück!

Sa parfaite obscurité est ta revanche
Au petit matin c’est l’horizon qui penche

(Seine vollkommene Dunkelheit ist deine Rache
Am frühen Morgen ist es der Horizont, der zu sehen ist)

JULIEN DORÉ – LES LIMITES

Nicht alle Sieger bestimmter Casting-Shows sind so besonders wie Julien Doré, der 2007 die fünfte Staffel der französischen Show „Nouvelle Star“ gewann. Sein ursprüngliches Ziel war noch nicht einmal der Sieg, er wollte lediglich Werbung für seine Rockband „Dig Up Elvis“ machen. Innerhalb der Show lieferte er besondere und eigene Versionen bekannter Songs wie von Sinatras „Strangers in the Night“ oder Madonnas „Like a Virgin“ ab, die dem authentischen Sänger nicht umsonst den Sieg bescherten. Umso schöner aber, dass er nun seinen eigenen Weg geht. Seine Solo-Musik enthält dementsprechend auch viele Rock-und Pop-Elemente und neben französischen Lyrics finden sich auch einige englische Texte wieder. Mit wundervollen Melodien die einen quasi zum tanzen zwingen singt sich Julien Doré wohl in jedes Herz.

Et je ne rêve pas je sais quand j’arrêterai
Je vais quitter Paris, je sais après je vais payer pour ça
Je vais payer tout ça

(Und ich träume nicht, ich weiß wann ich aufzuhören habe
Ich werde Paris verlassen, ich weiß danach werde ich dafür bezahlen
Ich werde alles bezahlen)

LOU DOILLON – WHERE TO START

Lou Doillon singt zwar auf Englisch, doch ihre Musik trotzt nur so vor französischem Charme. Nicht nur Sängerin, auch Schauspielerin ist die 33-jährige und Tochter des frnzösischen Regisseurs Jaques Doillon und Sängerin und Schauspielerin Jane Birkin. Ihre Aura steht der ihrer Halbschwester Charlotte Gainsbourg um nichts nach und auch ihre Musik ist eindringlich und zaubert schon nach den ersten Takten eine Ganzkörpergänsehaut. Ihr Song „Where to Start“ ist über das ewige Warten, auf das was kommt, das Beten für etwas, das Suchen nach Liebe und der Versuch aus etwas auszubrechen.

I’m always waiting
For what comes prays
being
Seek a little love here and there
But I don’t blame you

COEUR DE PIRATE – CRIER TOUT BAS

Hinter dem Piratenherz verbirgt sich Béatrice Martin. Schon mit drei Jahren beginnt sie Klavier zu spielen, schließt am Konservatorium in Literatur, Kunst und Kommunikation ab und spielt ab 2007 in der Band „Bonjour Brumaire“. Auf Myspace veröffentlicht sie damals aber schon eigene Titel, mit erstaunlich großer und positiver Resonanz, so dass sie von da an ihre Solokarriere beginnt. Die Musik von Coeur de pirate ist beschwingt, manchmal melancholisch, geprägt von französisch-tiefen Texten und hellen Klavierklängen, für die Bétracie genauso verantwortlich ist, wie für ihre Engelsgleiche stimme.

Je t’ai vu tracer le long du paysage
Une ligne des aimés qui détruisent ton langage
Et quand tu chantais plus fort dans ton silence
Je voyais les larmes couler toujours à contresens

(Ich sah dich entlang der Landschaft zeichnen
Eine Linie der Lieben, die deine Sprache zerstören werden
Und wenn man lauter in dein Schweigen sang
Ich sah die Tränen immer gegen den Strom fließen)

Text: Katrin Kobberger
© Youtube/ Wood & Wires

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