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MUSIC MUSTS: PIANO LOVE

Auch ohne schöne Stimmen und deepe Lyrics kann Musik verzaubernd und berührend sein. Magische Momente, für alle, die sich aktuell an den altbekannten Weihnachtshits satt gehört haben, zaubern die Pianisten und Komponisten Yann Tiersen, Nils Frahm und Ólafur Arnalds. Klavier-Musik zum Ein- und nicht mehr Auftauchen wollen.

YANN TIERSEN – THE BEST OF

Seit er den Soundtrack für „Die fabelhafte Welt der Amelie“ und „Goodbye Lenin“ komponiert hat ist der Franzose mit seinen klaren Klavierklängen nicht mehr weg zu denken und spielte sich in jedes Herz. Er beweist wie kein anderer, wie bewegend Musik auch ganz ohne Lyrics sein kann. Seit er sechs Jahre alt ist spielt Tiersen Geige und Klavier, als Jugendlicher in mehreren Post-Punk-Bands Gitarre und studierte an anerkannten Musikhochschulen in Rennes, Boulogne und Nantes. Inspiriert von Bands wie Joy Division oder The Stooges sind seine Kompositionen, und mit seinen Stücken verbindet er französische Folkmusik, Chanson Musette miteinander und verwendet dazu oftmals Elemente aus der Pop- oder Rockmusik. Er ist ein wahres Multitalent, ein Multi-Instrumentalist und die meisten seiner Veröffentlichungen spielt Tiersen als „Ein-Mann-Orchester“ ein: Klavier, Mandoline, Gitarre, Akkordeon, Melodica, Vibraphon, Banjo und einige Rhythmus-Instrumente zählen zum Repertoire des Musikers. In seinen Stücken kann man nahezu versinken und möchte auch so schnell nicht mehr aus der Traumwelt aufwachen. Deswegen: Ein Best Of, für den vollen Yann-Tiersen-Klavier-Herzerwärmungs-Genuss.

NILS FRAHM – IMPROVISATIONS

Der in Hamburg geborene und in Berlin lebende Pianist Nils Frahm berührt mit einzigartigen Klavieraufnahmen. Jedoch sind diese Aufnahmen nur ein kleiner Teil des Universums, dass in ihm ruht: Auf Live-Konzerten lässt er seinen Fingern und seinem Herz freien Lauf, inspiriert vom Moment, den Leuten und der Stimmung improvisiert er und sorgt für einzigartige Augenblicke. Magisch. Berührend. Man muss sich auf seine Musik einlassen, tief in sie eintauchen und es fühlt sich fast so an, als würden die Klänge zu einem sprechen. Schon früh begann Frahm das Klavierspielen, ließ sich von seinen Lehrern und berühmten Pianisten inspirieren und entwickelte immer mehr seinen eigenen Stil. Aktuell arbeitet er als Komponist und Produzent. Besonders an seiner Arbeit ist seine unkonventionelle Herangehensweise an ein uraltes Instrument und natürlich sein Impuls gepaart mit viel Gefühl. Auch für den Soundtrack des deutschen Films „Victoria“ ist Frahm mitverantwortlich, der innerhalb des Deutschen Filmpreises als „Bester Soundtrack“ ausgezeichnet wurde. Nils Frahm schafft seine eigene Blase voller Emotion, klarer Klänge, die einen bewegen, mitnehmen und verzaubern.

ÓLAFUR ARNALDS – HAPPINESS DOES NOT WAIT

Nicht nur Yann Tiersen, auch der isländische Komponist und Multi-Instrumentalist Ólafur Arnalds tendierte in seiner Jugend eher zu robusteren Klängen: Er spielte Schlagzeug in den Hardcore-Bands „Fighting Shit“ und „Celestine“. Doch bald widmete er sich dem Komponieren und dem Schreiben von Film-Musik und begann mit 18 Jahren Musiktheorie und Komposition zu studieren. Auf Grund des Elitarismus der klassischen Musikszene brach er dies jedoch ab. Oft arbeitet der Musiker mit verschiedenen Bands und anderen Künstlern, unter anderem auch Nils Frahm, zusammen. Aktuell hat er zusammen mit Alice Sara Ott „The Chopin Project“ veröffentlicht und ist auch für den Soundtrack zu „Gimme Shelter“ und „Another Happy Day“ verantwortlich. „Happiness does not wait“ ist einer vieler gefühlvoller Klavier-Stücke und schafft eine magisch-triumphierende Atmosphäre die schon nach den ersten Takten Gänsehaut zaubert.

Text: Katrin Kobberger
© Nils Frahm

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