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ONE DAY IN PARIS: KOVACS – 50 SHADES OF BLACK

Paris. Stadt der Liebe, Mode, Musik und Einzigartigkeit. Hier drehte Sängerin Kovacs kürzlich ihren neuen Video Clip für die Single “50 Shades Of Black”, in dem sie ihren facettenreichen Charakter zum Ausdruck bringt. Das TEASER Magazine hat die Künstlerin in Paris getroffen, war hinter den Kulissen des Fotoshootings dabei und versteht jetzt, was es mit den Nuancen von Schwarz auf sich hat…

TeaserMagazineKovacsJohanSandbergShootingDas Fotostudio Le Petite Oiseau Va Sortir liegt in einer schmalen Gasse, deren Wände mit Efeu und anderem Grünzeug bewuchert sind. Im Obergeschoss des verwinkelten Hauses arbeiten Fotograf Johan Sandberg, sein Assistent und Art Director Itamar Zechoval mit Sharon Kovacs, die in den Tagen zuvor ihren Videodreh für die Single “50 Shades Of Black” hatte. Hier im Fotostudio wird zusätzlich zum Video eine Fotostrecke geshootet, natürlich in Schwarz-Weiß. Mit Farben kann die 25 jährige nicht so viel anfangen, erklärt sie anschließend bei einem Mittagessen. “Ehrlich gesagt ist mir farbige Kleidung zu kompliziert. Deswegen bevorzuge ich schwarz, so ich kann einfach alles aus meinem Kleiderschrank miteinander kombinieren. Ich erinnere mich noch sehr genau, als ich 14 oder 15 Jahre alt war habe ich mir mal eine blaue Jacke angeschafft. Ich fand sie so wunderschön, doch als ich zuhause in meinen Schrank guckte, wusste ich nicht wozu ich sie tragen sollte. Also musste ich wieder losziehen und etwas Neues kaufen. Nachdem mir das immer wieder passiert ist, habe ich entschieden meine Garderobe nur noch aufeinander abzustimmen.”

Bildschirmfoto 2015-10-26 um 14.14.50Sharon Kovacs mag es unkompliziert, das merkt man, denn sie selbst ist in ihrem Charakter ebenso entspannt wie munter. Eine interessante Erscheinung, mit sehr viel Tiefgang, ohne Anstrengungen, sehr natürlich und liebenswert. Die düstere Farbpalette, die auch in dem Titel “50 Shades Of Black” thematisiert wird, findet sich natürlich auch in der Kleidung wieder, die bei dem Fotoshooting zum Einsatz kommt. Das Styling besteht aus neusten Kollektionsteilen, gemischt mit Vintage Raritäten, wie der markanten Oversize Lederjacke von Martin Margiela. Die Auswahl der Sachen ist so einzigartig und divers, dass trotz einheitlicher Farbgebung, jedes Outfit einen neuen Look darstellt. Form, Materialien und Struktur rücken in den Fokus, während die Farbe an Bedeutung verliert. Die Facetten der Dunkelheit sind für Kovacs allerdings kein modisches Konzept, sondern auch Ausdruck ihres Inneren und vor allem Inspirationsquelle für ihre Musik. “Mein Debütalbum “Shades Of Black” ist als eine Reise zu verstehen. Sie beginnt in einer düsteren Phase, mit einer Version von mir, die ich nicht mehr sein wollte. Aber wenn die Zeiten finster sind, dann muss man sich bewusst machen, dass es noch finsterer sein könnte. Ich denke, dass nichts so dunkel und schlecht ist, dass es nicht auch etwas Gutes hat. Manchmal bringen uns negative Erfahrungen und Dunkelheit auch zum Licht. Deshalb endet mein Debütalbum auch mit den Zeilen “A New Dawn. A New Day.” Es gibt immer Hoffnung.” Sharon Kovacs sieht nicht nur schwarz, sondern viele verschiedene Abstufungen und Varianten dieser Farbe, die sinnbildlich auch für Situation und Momente steht. Sie beleuchtet das Dunkle, verarbeitet ihre Eindrücke und verwandelt diese in Melodien, Worte und einen unverwechselbaren Stil.

TeaserMagazineKovacsMartinMargielaLeatherJacketWir sitzen in einem Café und im Radio läuft Amy Winehouse. “Back To Black”. Zufall? Der Song sorgt dafür, dass sich unser Gespräch um den dramatischen Zusammenbruch und das tragische Ende der britischen Sängerin dreht. Kovacs wird häufig auf die Ähnlichkeit und ihre Stimmgewalt angesprochen und mit Amy verglichen. Die Gemeinsamkeit der beiden Musiker ist erschreckend, aber erfreulich. “Ich kann nicht verstehen, warum Amy’s Management zulassen konnte, dass sie unter Drogen und Alkohol auf die Bühne geht. Ich bin so froh, dass mein Team zuverlässig ist und ich sicher sein kann, dass mich jeder beschützen würde.” Ihr Team, mit dem Kovacs schon länger zusammenarbeitet, unterstützt die aufstrebende Sängerin bei ihrer Arbeit, spricht die selbe Sprache, versteht ihre Vision und die Botschaft. Sie schwärmt auch von ihrer Band und besonders davon, dass jeder seinen eigenen Charakter hat und verschiedene Schwerpunkte abdecken kann. “Wir sind wie eine Familie, jeder kennt den anderen, weiß die Stärken und Schwächen und so können wir bestens zusammenarbeiten. Alle sind so ehrlich, stehen immer zu mir und äußern, wenn es sein muss, auch konstruktive Kritik. Ich denke Mega-Stars wie Amy Winehouse sind häufig umgeben von Ja-Sagern. Dann verliert man den Bezug zur Realität.”

Anders als viele erfolgreiche Musiker, lebt und liebt Kovacs ihren ganz eigenen Stil, verkörpert diesen und ist somit eine einzigartige Persönlichkeit, die sich nicht in eine Mainstream-Katergorie einordnen lässt. Trotzdem haben ihre Musik und die Songtexte eine massenkompatible Sinnlichkeit, die sich gut in den Alltag einbringen lässt. Unsere Unterhaltung zeigt immer mehr, wie besonders, durchdacht und stimmig sie und ihre Musik als Gesamtkonzept funktionieren. “I can be a witch, a bitch, a murderer…” sind eingängige Refrain Zeilen aus “50 Shades Of Black”, die den Facettenreichtum, Stimmgewalt und visuellen Wiedererkennungswert von Kovacs mit cooler Lässigkeit, Sympathie und Eleganz wiedergeben. “Mir ist es besonders wichtig, dass ich mich in meinem Leben selbst verwirklichen kann. Es bereichert mich so sehr mit diesen wunderbaren Menschen zusammen zu arbeiten und mir dabei selbst treu bleiben zu dürfen. Gut, dass ich auf mein Gefühl vertraut habe und meinen Traum lebe, das ist besser als irgendwann zu bereuen, es nicht versucht zu haben!”

“50 Shades Of Black” ist ein Song von Kovacs’ Debütalbum “Shades Of Black”. Als Single erscheint er in einem neuen Remix von Blactro. Die Version ist neben drei weiteren Remixen auf der “50 Shades Of Black” Remix-EP zu finden.

Aktuell ist Kovacs mit ihrer Band in Deutschland auf Tour:

21.10. Wolfsburg, Hallenbad
22.10. Dresden, Beatpol
23.10. Oelde, Münsterland Festival
08.11. Frankfurt, Sankt Peter
09.11. Berlin, Kesselhaus
10.11. Hamburg, Mojo
14.11. Aalen, Jazzfest
15.11. München, Muffathalle
17.11. Essen, Zeche Karl


Text: Saskia Weigel
© Warner Music

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