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ON THE ROAD: BENZIN IM BLUT – GOODWOOD “FESTIVAL OF SPEED”

Wenn Chevrolet fragt, ob man Lust hat mit Corvettes und Camaros von Paris nach Goodwood zum Festival of Speed zu fahren, dann braucht man als PS-Besessener Freund von schönen und schnellen Fortbewegungsmitteln nicht lange nachzudenken. Im Stil einer Concorde wurde das leichte Reisegepäck zusammengestellt und nach Paris gejettet.

Das “Festival of Speed” ist ein fahrendes Automobil Museum und dafür bekannt Fahrzeugneuheiten zu präsentieren, die alles können. Vor allem Tempo. Genau das richtige für Motorsport-Begeisterte. Insbesondere, wenn dieser Besuch damit verbunden ist die Strecke zum Festival von Paris nach Goodwood in einem der Wagen selbst zu fahren. Wir haben die Geschwindigkeit erfühlt, neuste Fahrzeuge kennen gelernt und sind selbst zum Automobilpilgerer geworden.

Die Reise beginnt in Paris. Hier treffen wir uns mit dem Team rund um Al Oppenheiser (Chief Engineer Camaro) und Florian Spinoly (Director Marketing Chevrolet)  im Hotel “Hyatt Regency Paris” und bekamen Erläuterungen zu den neuen Fahrzeugen und natürlich zu den allgemeinen Geschwindigkeitsbegrenzungen, die wir selbstverständlich immer und zu jeder Zeit eingehalten haben. ;)

Auf dem Weg nach Goodwood hatten wir drei Stopps geplant. Also ausreichend Zeit zum ausgiebigen Testen der Fahrzeuge. Wie durch Zufall erreichten doch alle Journalisten die Zwischenstops weit früher als geplant, was natürlich nicht an der Fahrfreude und dem Rausch an Geschwindigkeit und Beschleunigung gelegen haben kann. Schließlich haben wir ja, wie bereits erwähnt, Geschwindigkeitsbegrenzungen und Regeln auf der Straße.

al oppenheiser chief engineer officer camaro

Al Oppenheiser / Chief Engineer Camaro

Auf der Überfahrt mit dem Eurostar von Calais nach Folkstone gab es dann auch die Gelegenheit mit den Entwicklern von Camaro über die Fahrzeuge und deren neue Features zu sprechen, aber auch über Entwicklungsprozesse und die verschiedenen Herausforderungen die ein Ingenieur hinsichtlich auf die diversen Marktgegebenheiten hat.

Hier mal einige Infos für euch über den Camaro 6,2L V8, die schon mal aufzeigen das dieses Auto großen Spaß macht.

PS: 453
Höchstgeschwindigkeit: 290 km/h
Beschleunigung 0-100kmh: 4,4 sek.
Verbrauch lt Hersteller: 11,1 l auf 100km

Camaro Goodwood Racing track

Camaro V8 6,2L 8AT

Schön ist natürlich auch, dass das Auto serienmäßig so vollgestopft mit Technik ist, dass die Sonderausstattungen kaum noch ins Gewicht fallen. Von belüfteten Sitzen bis zum BOSE Hifi System ist so ziemlich alles integriert, was man im Alltag braucht und dann auch noch mal etwas mehr. Alle Infos zu den Autos findet ihr hier.

Endlich in Goodwood angekommen, sahen wir etwas das wir so nicht für möglich gehalten haben. Nein, nein, Ihr müsst jetzt nirgends drauf klicken, damit ihr einen belanglosen Artikel seht, um den Traffic zu steigern. Schon bei der Fahrt auf die Wiese, die als Parkplatz deklariert wurde, war schon mal klar dieses Festival ist ein ganz besonderes für Menschen die Benzin im Blut haben. Die Parkplatz-Wiese die nach orkanartigem Regen in der Nacht zuvor eher an ein frisch gepflügtes Feld erinnerte und bei der sich Bentleys, Corvettes, Lamborginhis und alles was sonst noch reichlich PS in einen Motor gepresst bekommen hat, in Reih und Glied aufstellten, oder sich im Schlamm festfuhren. Mein Lieblingsbild des Tages war der Ferrarifahrer, der es nach großer Anstrengung geschafft hatte (nur mit Mithilfe eines Treckers) in einen Parkslot zu sliden, dann mit seinen blauen Tods-Slippern ausstieg um an seinen Kofferraum zu gelangen, Knöcheltief im Matsch stand, die weiße Chinohose getränkt mit Schlamm, ganz selbstverständlich aus seinem Gepäckfach die Gummistiefel zog und sie im Schlamm angezogen hatte. Ein Bild für die Götter – weiße Hose, hellblaues Sakko mit Einstecktuch, Ray Ban Sonnenbrille und hohe grüne Gummistiefel. Keine böse Miene, keine Verärgerung, das seine 500€ Slipper ruiniert sind. Nein, in seinem Gesicht las man Vorfreude auf das Festival. Spätestens jetzt wusste man, das es ungewöhnlich werden wird. Und so war es auch.

Die Geräuschkulisse aus Formel-1-Wagen-Geheule, hochgezüchteten PS Boliden und Heli-Shuttle war sensationell. Es roch nach Geschwindigkeit, die Luft schmeckte nach Kerosin. Schaulustige PS-Junkies aus aller Welt pilgerten auf das Anwesen von Charles Gordon-Lennox dem Gründer des Goodwood Festivals of Speed.

Von McLaren, über Bentley bis Chevrolet. Von Mercedes bis Jaguar – alle Automarken waren vor Ort und präsentierten Ihre Top Autos und standen im Dialog mit den Kunden, Interessierten und den Staunenden. Es herrschte eine faszinierende Atmosphäre, die man sonst wohl nur bei Kindern erlebt, wenn sie ihr langersehntes Lieblingsspielzeug endlich in den Händen halten. Geradezu greifbar war die Freude und Faszination von gestandenen Männern und Frauen vor den Rennwagen, Oldtimern, Musclecars und der Formel 1 Flitzern.

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Wir haben mal ein paar Momente für euch festgehalten und können das ganze Festival für jeden der nur ein Tropfen Benzin im Blut hat wärmstens empfehlen. Nehmt euch die Zeit, schaut es euch an, staunt, werdet inspiriert von einer Art Disneyland für Beschleunigungs-Wahnsinnige und habt einfach mal Spaß, fernab jeglicher sachlichen Vernunft. Ihr habt es euch verdient.

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Text: Thomas Meyer

Fotos: Thorsten Weigl

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