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SCHÖNHEITSIDEALE DER FRAU: ZEITEN ÄNDERN SICH

Über Geschmack lässt sich ja bekanntlich streiten. Trotzdem gibt es von Epoche zu Epoche, von Jahrzehnt zu Jahrzehnt andere Schönheitsideale, nach denen sich die Gesellschaft richtig. Die amerikanische Online-Plattform BuzzFeed zeigt in einem Video, wie sich das Schönheitsideal der Frau in den letzten 3000 Jahren verändert hat. Und das wir heute alle eine Schönheits-OP bräuchten.

Jeder kennt den Spruch „Schönheit liegt im Auge des Betrachters“. Doch unsere Gesellschaft schafft seit jeher unterschiedliche Ideale, nach dem sich der Körper der Frau orientieren soll. Was damals als besonders schön und attraktiv galt, gilt heute als genaues Gegenteil. Früher stand ein etwas fülliger Körper für Wohlstand. Über die sogenannte “Thigh Gap”, die momentane It-Lücke zwischen den Beinen, die sich in keinem fall berühren dürfen, hat sich wahrscheinlich keine Frau Gedanken gemacht. Mittlerweile ist das anders, woran mit Sicherheit auch der technische Fortschritt beiträgt, der uns auch ein Schönheitsbild vermittelt, was wir auf natürliche Art und Weise gar nicht erreichen können.

Zu diesem interessanten Thema hat BuzzFeed jetzt für uns die Schönheitsideale der Frau vom alten Ägypten über die wilden 20er bis hin zu dem, was wir heutzutage unter schön verstehen, in einem Video zusammengefasst: Ungefähr 1290 bis 1060 v. Chr. verkörperte Kleopatra das Idealbild einer schönen Frau. Die Figur war schlank, die Schultern schmal und die Taille hoch. Im alten Griechenland, 500 bis 300 v. Chr., strebten die Frauen einen fülligen Körper an, denn Fülle galt allgemein für Wohlstand. Perfekt war man zu der Zeit, wenn man zudem auch noch helle Haut hatte. Die chinesische Han-Dynastie prägte das Schönheitsideal wiederum anders. 206 bis 220 v. Chr. galten eine schlanke Taille, helle Haut, große Augen, lange schwarze Haare, rote Lippen, weiße Zähne und kleine Füße als besonders erstrebenswert. In der italienischen Renaissance um 1400 bis 1700 sind Frauen wieder schön, wenn sie große Brüste, einen runden Bauch, breite Hüften und helle Haut haben. Kurz vor Beginn des 20. Jahrhunderts stand langes Haar für Feminität. Schön waren weibliche Kurven und dazu eine möglichst schmale Taille. Deshalb haben die Frauen zu der Zeit nur Korsetts getragen. Die Kurven sind aber schon wieder in den wilden 20ern verschwunden. Die Figur war eher jungenhaft und androgyn. Für schön empfunden wurden flachbrüstige Frauen mit wenig Taille – bloß keine Kurven haben. Marylin Monroe verkörpert das Schönheitsideal der Frau der 30er bis 50er Jahre und setzte dem vorherigen Trend wieder etwas entgegen: Viel Oberweite und einen runden Po, dafür eine schmale Taille. In den 60er Jahren geht es wieder schlanker zu. Alle Frauen wollen aussehen wie das Model Twiggy. Sie war groß und schlank. Twiggy war übrigens nur ihr Spitzname und leitete sich aus dem englischen Wort „twig“ ab, was im deutschen „Ast“ bedeutet. Ziemlich passend! Richtig sexy wird es in den 80er Jahren. Dies war die Ära der Supermodels wie Cindy Crawford und Claudia Schiffer. Die perfekte Frau sollte schlank und sportlich, aber trotzdem kurvig sein. Den Look der 90er Jahre beschreibt BuzzFeed als „heroin chic“. Diese eher sarkastisch gemeinte Umschreibung steht für Kate Moss. Kurven suchte man vergeblich, der Körper scheint ausgemergelt und die Haut blass. Nur ein paar Tattoos zieren den Körper. Und wer ist die postmoderne Schönheit von heute? Auf jeden Fall Kim Kardashian. Ihre üppigen Rundungen sind ihr Markenzeichen. Die Frau von heute ist schlank, die Brüste und der Po dürfen jedoch größer und größer sein. Und eines ist besonders wichtig: Je healthier der Lifestyle, desto besser.

Wir sind gespannt, was in diesem Jahrhundert noch so auf uns wartet und lassen bis dahin Revue passieren:

Text: Vanessa Gobert

© Buzzfeed via Youtube

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