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#TBT: AMY – THE GIRL BEHIND THE NAME

Heute vor 4 Jahren ist Amy Winehouse an einer Alkoholvergiftung gestorben. Durch „AMY“ – den Dokufilm von Asif Kapadia, der aktuell im Kino zu sehen ist kommen wir ihr aber näher denn je. Zeit sich zurück zu erinnern: an Amy, ihre Höhen und Tiefen und vor allem ihre Musik…

Amy wollte einfach nur singen – kein Star sein, sondern Musik machen, leben, lieben. Das war das was sie ausmachte und was sich wie ein roter Faden durch ihre ganze Karriere zog. Mit dem Song „Back To Black“ hatte sie 2006 ihren Durchbruch – dieser beschreibt die komplizierte Beziehung zu Blake Fielder-Civil, der Amy für seine Ex-Freundin verlassen hatte, aber nie ganz aus ihrem Leben verschwunden ist. „We only said goodbye with words, i died a hundred times – you go back to her und I go back to black“ – das Schwarz zu dem sie zurückkehrt, steht für die Depressionen unter denen sie gelitten hat und ihr Verhältnis zu Alkohol und Drogen. Einer ihrer größten Songs „Rehab“ behandelt genau diese Themen und sorgte für große Aufmerksamkeit und internationale Bekanntheit. Im Laufe ihrer 8-jährigen Karriere gewann sie unter anderem sechs Grammy Awards und erhielt für ihre Plattenverkäufe 4 mal Silber, 30 Mal Gold, ganze 113 Mal Platin und 2 Mal Diamant. Mit ihrem außergewöhnlichen 60ies-Look und ihrer souligen Stimme war sie Vorreiter einer neuen Ära – Retrosoul war in aller Munde und Amy inspirierte unter anderem Künstler wie Lana Del Rey, Adele, Duffy oder Bruno Mars. Ihre Beehive-Frisur, Tattoos und ihr Lidstrich überzeugten sogar Karl Lagerfeld und Anna Wintour, die sie 2007 auf das Cover der US-Vogue brachte.

All der Rummel um ihre Person wurde Amy 2008 zu viel – sie nahm sich eine Pause und machte einen Entzug. Mit einer eigenen Modekollektion in Zusammenarbeit mit dem Label „Fred Perry“ meldete sie sich 2010 wieder zurück und 2011 gab ihr Management bekannt, dass Amy bereit für ein Comeback sei. Geplant war eine Tour durch Brasilien und Europa und anschließend die Produktion eines neuen Studioalbums. Zunächst schien alles nach Plan zu laufen – die Konzerte in Brasilien waren ein voller Erfolg. Danach beginnt alles zu bröckeln. Zum Auftakts-konzert ihrer Europatour in Belgrad kommt Amy nicht nur eine halbe Stunde zu spät auf die Bühne sondern zudem noch alkoholisiert. Wacklig auf dem Beinen, einem Lallen anstatt Singen auf den Lippen und dann auch noch die Buh-Rufe des Publikums. Die Tournee und auch das geplante Album werden abgesagt. Das war einer ihrer letzten Auftritte – kurze Zeit später stirbt Amy im Alter von 27 Jahren und schließt sich so dem Klub 27 an – dem auch Künstler wie Kurt Cobain, Janis Joplin oder Jimi Hendrix angehören, die alle mit 27 gestorben sind.

Aktuell ist der Film „AMY“ in den Kinos. Regisseur Asif Kapadia setzt Amys (Privat-)Leben anhand von Handyvideos, Tagebucheinträgen, Fotos, Fernsehausschnitten und Songtextzitaten zusammen. Dabei vermittelt er sehr deutlich, dass Amy die große Aufmerksamkeit um ihre Person, ihr Privatleben und das „Star-Sein“ viel zu viel waren. 2003 sagte Amy in einem Interview, sie glaube nicht, dass sie berühmt werden würde und wenn würde sie durchdrehen und wahrscheinlich verrückt werden. Genau das ist passiert. Man kann teilweise nachvollziehen weshalb Amys Vater Mitch Winehouse nicht vollständig begeistert ist von der Art und Weise wie er und seine Tochter in der Doku dargestellt werden, denn hauptsächlich dreht sich das Ganze um das große „Rehab“-Thema und weniger um Amy und ihre Musik.

Das was sich aber auf jeden Fall herauskristallisiert ist, dass Amy einfach nur Musik machen wollte. Sie versuchte nicht ein Star zu sein und um jeden Preis Erfolg zu haben. Sie wollte geliebt werden und neigte zum Extremen. Mit ihrer Stimme hat sie sich in die Herzen ihrer Fans gesungen und in ihren Songs ihre ganz privaten Schmerzen verarbeitet. Gegen Ende ihrer Karriere war Amy nicht mehr sie selbst – zerstört von Drogen und Herzschmerz und körperlich völlig am Ende. Langsam steuerte sie dem Abgrund entgegen und niemand schien sie davon abhalten zu können. Wie der letzte Vogel ihrer Art hinterlässt sie nicht nur ihre Songs sondern auch ein ganz bestimmtes Gefühl – ihre Aura war besonders und geprägt von einer ganz speziellen Erhabenheit.

Today four years ago, she left us, she joined The 27 Club #AmyWinehouse #ripamy #club27

Ein von Meli (@ttatini) gepostetes Video am

4 years ago we lost this gorgeous woman, RIP #amywinehouse

Ein von Ben (@mr_evison) gepostetes Foto am

Amy♥ #wcw #wce #amywinehouse

Ein von @sammyslytherin_23 gepostetes Foto am

4 years bby #amywinehouse #27club

Ein von Ola Widawska (@awidawska) gepostetes Foto am

Text: Katrin Kobberger
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