TEASER_Elsa_Schiaparelli

#TBT DESIGNER PORTRAIT: ELSA SCHIAPARELLI

„Sie ohrfeigte Paris, sie peitschte, sie folterte es – und Paris liebte sie dafür“, schrieb Yves Saint Laurent einmal über sie. In den zwanziger Jahren entwarf Elsa Schiaparelli mit Salvador Dali das berühmte Lobster Dress, einen surrealistischen Mantel in Zusammenarbeit mit Jean Cocteau und Strickpullover in „Shocking Pink“. Wer ihre Mode trug, bekannte sich zur Moderne und zu einem Stil, den die Vogue 1939 als „hart, höchst individuell und chic“ beschrieb.

Pullover mit schwimmenden Fischen und Tattoomotiven, ein Skelettkleid, Handschuhe mit Fingernagel-Applikationen und wilde Federhüte – Elsa Schiaparelli machte mutige, aufregende Mode: Sie schockierte die Welt mit Hosenrock und Keilabsatz und machte das Dianadekolleté gesellschaftsfähig und Reisverschlüsse bewusst sichtbar, um sie als schmückendes Detail zu verwenden. Immer wieder wagte sie Neues, setzte ständig Trends und experimentierte mit Stoffen und Farben wie kein Anderer zu ihrer Zeit. Ein spezielles, mit purpurrot vermischtes Pink wurde zu ihrem Markenzeichen: Das „Shocking Pink“.
Zur gleichen Zeit begann auch Coco Chanel Erfolge mit ihrer Mode zu feiern. Die beiden gegensätzlichen Designerinnen hielten nicht besonders viel voneinander. So nannte Chanel ihre Konkurrentin nur abfällig „die italienische Künstlerin, die Kleider macht“. Der Bezug und die Liebe zur Kunst inspirierten Elsa Schiaparelli aber tatsächlich sehr in ihrer Arbeit. Die Avantgardisten pflegte gute Kontakte zu Künstlern wie Salvador Dali, Man Ray, Pablo Picasso oder Marcel Duchamp. Während ihrer Zusammenarbeit entstanden zum Beispiel der legendäre Schuh-Hut und der Mantel, auf dessen Rücken zwei von Jean Cocteau gemalte Gesichter zu sehen sind, deren Profile eine Vase bilden.

Elsa Schiaparellis bemerkenswerte Karriere begann 1927 bei einem Abendessen bei Main Boucher, damaliger Chefredakteur der französischen Vogue. Da die junge Elsa nichts passendes zum Anziehen fand, strickte sie sich kurzerhand einen Pullover. Das schwarze Oberteil mit weißer eingestickter Schleife begeisterte die anwesenden Damen. „Alle wollten einen haben, und zwar sofort“, erinnert sich die Modeschöpferin später an jenen Abend, der ihr Leben verändern sollte. Auch Main Boucher war überzeugt von ihrem Talent. Der Pullover war in den Dezemberausgaben der französischen, britischen und amerikanischen Vogue zu sehen – damit war der Grundstein für ihren rasanten Aufstieg gelegt.

Nach dem zweiten Weltkrieg gelang es der Designerin allerdings nicht, an ihren Erfolg anzuknüpfen. Die Mode hatte sich verändert: Chanels Minimalismus, einfache klare Formen und gedeckte Farben dominierten das Pariser Straßenbild der Nachkriegszeit. Doch anstatt sich anzupassen, machte Elsa Schiaparelli einfach weiter wie bisher. „Ich hatte nicht erkannt, dass jene Eleganz, wie wir sie vor dem Krieg kannten, gestorben war“, gestand sie sich später in ihren Memoiren ein. Noch heute lassen sich viele Modeschöpfer von der experimentierfreudigen Designerin inspirieren, die zu ihrer Zeit mit ihrer endlosen Kreativität und zukunftsweisenden Ideen Modegeschichte geschrieben hat – Eine Visionärin, die ihrer Zeit stets voraus war.

#TelQuel @sebastia_no #TuZigZag #ElsaSchiaparelli

Ein von Gas&Mood (@gasgas_80) gepostetes Foto am

#elsaschiaparelli #eveningdress #victoriaandalbert #museum #surrealism #iloveit #dress #london Ein von Marijo Jordan (@marijojordan) gepostetes Foto am

Elsa Schiaparelli #inspiration #elsaschiaparelli #styleicon #hats

Ein von Evangeline Millinery (@evangelinemillinery) gepostetes Foto am

Text: Laura Lück
© Instagram / ElsaSchiaparelli

Related News

Copyrıght 2014 TEASER Magazine. All RIGHTS RESERVED.