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The End…

Liebe Freunde, liebe Leser, liebe Partner und einfach liebe Interessierte,

einige haben es bereits mitbekommen, aber ich möchte euch an dieser Stelle auch noch einmal verkünden, das ich mich dazu entschlossen habe das TEASER Magazine einzustellen.
Die letzten neun Jahre waren sehr intensiv in positiver, aber auch in negativer Hinsicht. Ich erinnere mich gerne an die Zeit zurück in der ich anfing, erst über das Projekt zu reden, meine Vision eines Magazins, das sowohl interessant als auch ästhetisch ist, mit Menschen zu teilen und es langsam umsetzen konnte. 2007 zog es mich schließlich nach Hamburg, nachdem ich als Model einige Jahre aus dem Koffer lebte. Ohne einen Euro in der Tasche bezog ich meine erste Wohnung in Hamburg, hatte hier gelegentlich Modeljobs und arbeitete als fester freier Mitarbeiter für Procter & Gamble im Bereich PR, Events und Marketing. In der freien Zeit kümmerte ich mich Tag und Nacht um mein TEASER-Projekt. Die ersten Ausgaben, das muss ich heute zugeben, sahen echt nicht besonders schön aus und vermutlich würde ich jetzt jedem, der mit einer solchen Ausgabe zu mir kommen würde, davon abraten weiter zu machen. Aber ich hatte mir das damals in den Kopf gesetzt und wollte unbedingt ein schönes und interessantes Magazin machen. Ich denke neun Jahre später kann ich sagen, das mir das ganz gut gelungen ist. Über die Jahre ist das Netzwerk natürlich auch größer geworden und ich bin sehr dankbar so viele tolle Menschen kennen gelernt zu haben. Leider sind natürlich auch mindestens genauso viele Schaumschläger unterwegs, die wiederum kaum ertragbar sind. Aber es war eine sehr, sehr lehrreiche Zeit für mich, die ich trotz allem auch nicht missen möchte. Naja, auf einige Erfahrungen hätte ich schon gerne verzichten können, aber ich nehme an daran wächst man und das gehört dazu.

Nachdem ich letztes Jahr fast an einer Lungenembolie gestorben wäre und ich das als Warnschuss für mich selber gewertet habe, machte ich mir sehr viele Gedanken über dieses Businessmodel, denn auch wenn der Start des Magazins ausschließlich aus kreativen und idealistischen Gründen passierte, so blieb das doch irgendwann auf der Strecke. Das Aufgabenfeld erstreckte sich dann in erster Linie auf das finanzielle möglich machen des Magazins, also kurzum genug Kooperationen und Anzeigen zu vereinbaren, damit sich dieser große finanzielle Aufwand trägt. Leider ist das nicht immer gelungen, so das ich durchaus auch schon mal das Auto verkaufen und ein paar Miracoli-Monate einlegen musste, um den Druck der Hefte bezahlen zu können. Am Ende des Tages muss ich sagen, das dieser ständige Druck, das Magazin gegen zu finanzieren, dieses große Minus jedes mal vor sicher herzuschieben und jede freie Minute nur daran zu denken das ich produktiv sein muss bis das Magazin gegenfinanziert ist, jede Ausgabe wieder von null bzw. mit dem Minus anzufangen und dann zu hoffen das noch etwas übrig bleibt, damit man auch seine eigenen Kosten decken kann, keinen Spaß mehr gemacht hat und das die Signale aus der Branche auch keinerlei Perspektive geben, das sich hier etwas zum Positiven ändern könnte.

Ich glaube übrigens, das das Verständnis für Verlage auch wieder ein anderes werden muss und sich die Verlagshäuser  mit Sicherheit auch anders aufstellen müssen. Aber das was mich zum Schluss am meisten geärgert hat, ist die Denkweise der großen Unternehmen / Konzerne, die meinen das sie kleine Unternehmen drücken und quetschen können wie sie wollen und alles was sie tun ohne Konsequenzen bleibt.  Auch zu denken, das PR-Agenturen ein günstigerer Ersatz sind für Medialeistungen ist eine Entwicklung die bald dazu führt, das nur wenige große Verlage noch in der Lage sein werden Magazine zu erstellen. Zum Schluss habe ich schon Angebote für Freianzeigen bekommen, da das Magazin ja so gut gefallen hat. Liebe Marken, liebe PR-Agenturen, ich möchte euch doch an dieser Stelle mal vorschlagen, das ihr euch mal an den Farbkopierer stellt, dann vervielfältigt ihr eure Anzeige oder euer Thema entsprechend der Auflage eines Magazins und sendet diese Fotokopien mal an gewisse Zielgruppen, die ihr noch irgendwie erreichen wollt / müsst. Damit ihr mal einen ganz minimalen Eindruck von Kosten für Verlage habt. Ich hätte noch so viele Beispiele, doch das würde wohl an dieser Stelle den Rahmen sprengen. Ich möchte hier natürlich auch nicht pauschalisieren und sagen das alle Agenturen und Marken so denken, aber meiner Ansicht nach ist es mittlerweile schon die Mehrzahl.

Der ein oder andere mag sich jetzt fragen, was ich nach TEASER machen werde. Um ehrlich zu sein, ich weiß es noch nicht. Ich werde jetzt erstmal meine Zeit darauf verwenden, mir genau darüber Gedanken zu machen, viel lesen, viele Gespräche führen, die Batterien wieder komplett aufzuladen und das mit Healthy-Living und viel Sport zu kombinieren. Wir werden dann sehen was die Zukunft bringt und welche interessanten Geschäftsmodelle oder Angebote sich auftun. Es bleibt auf jeden Fall spannend.

Vielen lieben Dank an euch, liebe Leser, Partner und vor allem Freunde für eure Unterstützung und euer Interesse.

Auf ganz bald und bleibt gesund.

Thomas Meyer

PS: Alle Abonnements endeten automatisch mit der aktuellen Ausgabe, alle Kundendaten sind gelöscht, die Einzugsermächtigung ist damit auch automatisch erloschen – also nur für den Fall der Fälle, das dieses noch eine offene Frage sei.

Foto: Martin Bauendahl

 

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