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VIDEO DER WOCHE: GENGHIS KHAN VON MIIKE SNOW

Eifersucht, Tanz und ein James-Bond-Verschnitt – das bietet „Genghis Khan“, der neue Song von Miike Snow. Beginnend mit einer Melodie, die Ohrwurm-Qualität hat und einem Video, das Eindruck hinterlässt, hat der Song schon jetzt das Zeug zum Kult-Hit…

Bei Genghis Khan, oder auch Dschingis Khan, handelte es sich um einen Mongolen, der als sehr eifersüchtig galt. Und genau diese Emotion thematisiert der gleichnamige Hit der schwedischen Indie-Pop Band, deren neues Album am 04. März veröffentlicht wird. An den James Bond Film „Goldfinger“ angelehnt, spielt das Video primär in einem wissenschaftlichen Raum mit Laserkanone. Der Bösewicht – ein Glatzkopf mit goldener Nasenprothese – möchte den Kerl im Anzug (James Bond?) umbringen. Allerdings, und hier befindet sich der Unterschied zum Film, aus anderen Beweggründen. Er befindet sich im Konflikt mit sich selbst und seinen Gefühlen. Trotz der harmonischen Familie zuhause, fühlt er sich mehr zu dem Mann auf der Liege hingezogen. Und kämpft dagegen an.

Die Eifersucht und der Gedanke an eine fremde Person im Leben des Gefangenen verleiten ihn zu der Aussage „And I don’t have the right to ask where you go at night. But the waves hit my head to think someone’s in your bed“, und somit zu der Feststellung: „I get a little bit Genghis Khan.“ Die Choreographie spielt ebenfalls eine große Rolle. Sie demonstriert den eigenen Konflikt und den Kampf zwischen Herz und Verstand.

Der Song hat den gewissen Rhythmus und die Melodie, die einen zum Mittanzen und Mitsingen animiert und uns das Lied in der Dauerschleife hören lässt. Ein Hit, der nicht nur für Clubabende, sondern auch für einen Gemütlichen zuhause geeignet ist, da er den perfekten Mittelwert bildet. Weder zu schnell, noch zu langsam. Er ist angenehm zu hören und ein Versprechen auf das demnächst erscheinende Album.

Am Ende entscheidet sich der Bösewicht dann übrigens doch für die gute Seite und lässt seinen Geliebten schweren Herzens gehen – der möchte zunächst flüchten, gesteht sich dann aber auch seine Gefühle ein und die beiden zelebrieren ihre Zusammenschließung mit einem weiteren Tanz. Als letzte Szene taucht dann noch eine weitere Nachahmung auf – der Geliebte trinkt vor dem Schlafengehen einen Martini. Geschüttelt nicht gerührt – das versteht sich wohl von selbst.

Text: Tamara Müller
© Youtube / Warner Music

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