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VINTAGE FASHION: VESTIAIRE COLLECTIVE – SECOND LIFE

Vestiaire Collective schenkt Accessoires und Klamotten neue Leben, wenn zweiter Hand und aus dem Premium-Segment. Gehandelt wird online. 
Auf vestiairecollective.de gibt es eine lebendige Community – die riesig ist. Besonders: Die Kontrollen auf Echtheit und Qualität. 



Sophie-HersanSie war mal Liebe auf den ersten Blick, diese Business-Bag von Prada, die mit dem verlaufenden Farbübergang. Man ersparte sie, trug sie ein paar Mal, aber: Sie passte einfach nicht ins Everyday-Life. Zu groß, zu klein – oder vielleicht schleppte man schlicht keine Akten. Womit die Tasche bald in der Ecke lag. Und hier kommt Vestiaire Collective ins Spiel. War das Teil in seiner Dust Bag, als es sein Dasein dort im Abseits verbrachte, so kann es sein, dass es unter den 10.000 Verkaufsanfragen, die das Team des Online-Resalers in der Woche bearbeitet, als eines von denen ausgewählt wird, die später auf der Website zu finden sind. Die Dust Bag ist wichtig. Denn bei Vestiaire Collective sind gut erhaltene Stücke gefragt.

Das Team der Website für den Kauf und Verkauf von Mode aus zweiter Hand und im Premium-Segment führt nicht nur eine Authentizitätskontrolle durch, sondern auch eine Qualitätskontrolle – bei jedem einzelnen der Stücke, keines rinnt durch. Das Prozedere geht so: Hat ein Teil einen Käufer gefunden, so geht es erst einmal in das Pariser Headquarter des Resalers mit weiteren Büros in London, Berlin und New York. Das spezialisierte Team prüft, ob die ehemals verfasste Produktbeschreibung zutrifft – oder nicht. Sollte Letzteres der Fall sein, so erstattet Vestiaire Collective entweder den Kaufpreis zurück und der Verkauf ist geplatzt. Bei Kleinigkeiten, wie versehentlich herausgeschnittenen Etiketten, wird aber auch schon einmal nachverhandelt.

Doch es gibt noch eine weitere Kontrolle. Es ist die Authentizitätskontrolle, zu der Sophie Hersan, Mitgründerin 2009 in Paris, sagt: „Es beginnt bereits beim Einstellen der Sachen auf unserer Website.“ Ein erstes Team checkt nicht nur die Fotos. Auch Informationen wie die Herkunft des Produktes werden gesichtet. Sind nicht alle Kriterien erfüllt, wird der Artikel gar nicht erst online gestellt. Die zweite Kontrolle vom zweiten Team findet wieder in der Pariser Unternehmenszentrale statt. Manchmal werden sogar externe Experten gebeten, die Produkte einzuschätzen. Diese kommen dann vom Label selbst. Sophie Hersan: „Stellt sich heraus, dass der Artikel ein Fake ist, wird er von Vestiaire Collective einbehalten oder an Unifab übergeben.“ Unifab ist die Union des Fabricants. Die Vereinigung in Frankreich kämpft gegen Produktfälschungen.

Die EU-Kommission sagt: „Innovation und Kreativität sind die Motoren unserer Wirtschaft. Es ist wichtig, Rechteinhabern zu versichern, dass die Ergebnisse ihrer Intentionen gesichert sein werden. Die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Wirtschaft hängt davon ab.“ Das Internet bietet neue, die Produktfälschung fördernde Wege, so sieht es Frankreichs staatliches Komitee gegen Fälschung (CNAC). „Fälscher nutzen Dienste von E-Commerce-Plattformen aus, und versuchen dort, illegale Ware zu verkaufen. Indem sie das tun, schädigen sie das Image dieser Plattformen und tragen dazu bei, dass das Vertrauen der Kunden in den Onlinehandel sinkt, wodurch dessen Wachstum zurückgehalten wird“, steht in der 2012-Charta gegen Produktfälschung im Internet des CNACs.

Vestiaire-Vintage-StillVestiaire Collective setzt ein Zeichen mit der Vehemenz, mit der es gegen Fakes eintritt. Kürzlich wurde sogar eine Marktstudie beauftragt mit dem Ziel, User-Erfahrungen mit gefälschten Designer-Teilen aus dem Internet kennenzulernen. Im Ergebnis der repräsentativen Befragung sieht es so aus, dass 46 Prozent der Online-Marktplatz-Käuferinnen zwischen 25 und 45 Jahren bereits gefälschte Ware erworben hatten – oder wenigstens eine Person kannten, die dies tat.
Beim Resaler selbst wird das nicht gewesen sein. Zu genau wird hier geschaut und zu lückenlos. Einem guten Kauferlebnis steht nichts im Wege. Neben dem Essenziellen gibt es zig praktische Kleinigkeiten, wie Wunschzettel, virtuelle Portemonnaies und die Möglichkeit, Preisnachlässe mit zu verfolgen. Doch wer verfolgt das mit, wer kauft und verkauft eigentlich bei Vestiaire Collective? Fakt ist, hier trifft Fashion-Fan auf Fashion-Fan, Blogger auf Blogger und Moder-Redakteur auf Mode-Redakteur. In der Community schaut man sich gegenseitig in die Kleiderschränke. Hier können die spannendsten der über drei Millionen Profile verfolgt werden, hier gibt es eine Kommentar-Funktion und hier tauscht man sich eben aus – wie seine Taschen, Schuhe und Ketten.

Die Motivationen, mitzumachen, könnten unterschiedlicher nicht sein. Nicht nur Vintage aus früheren Dekaden kann ergattert werden. Auch Stücke aus vorangegangenen Kollektionen finden sich auf der Website – die man vielleicht einmal verpasst hatte. Manchmal ist es einfach ein sündhaft teurer Hut, den man sucht – und den man hier mit kleinerer Geldbörse und kleinerem schlechten Gewissen erstehen kann. Viele machen einfach den ungetragenen Part des Kleiderschrankes zu Geld. Toll: Auf der Website von Vestiaire Collective hat man die Möglichkeit, Kleiderschränke aus über 40 Ländern zu durchforsten. Stücke lassen sich in dem Herkunftsland des Labels oft einfach günstiger shoppen.

Doch gibt es noch mehr Tipps, um bei Vestiaire Collective smart einzukaufen und das eine oder andere Schnäppchen zu machen. Mit Fanny Moizant verrät eine Mitbegründerin uns einige: „Mein Tipp ist: Holen Sie sich die Vestiaire Collective-App. Sie können sich eine Alert-Funktion einstellen, wenn Sie nach einer speziellen Marke, einem begehrten Produkt oder einer speziellen Größe suchen. Sobald der gewünschte Favorit auf der Seite ist, werden Sie informiert. Ganz neu bei uns ist der ,Verhandlungsraum’. Bisher konnte man als Käufer sieben Tage nach Onlinestellung des begehrten Artikels Preisangebote an den Verkäufer machen – neu ist nun, dass der Verkäufer ein Gegenangebot machen kann.”

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Text: Dana Dolata
© PR

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