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WHAT ON THE WEEKEND: AUSSTELLUNGEN IN BERLIN, HAMBURG & MÜNCHEN

Wer noch keinen Plan für das Wochenende hat, für den könnten diese Ausstellungen eine willkommene Inspiration sein. Berlin verzaubert mit Hollywood-Feeling, in Hamburg kann man in die Welt von Künstlerin Lynn Hershman Leeson eintauchen und München zeigt, was aus den Gefühlen eines Backstreet Boys-Fangirls geworden ist.

BERLIN: BEST ACTRESS – OSCAR. ROLLEN. BILDER

Es gibt wohl kein glamouröseres Event als die jährliche Verleihung der Oscars. Die begehrtesten, schönen Filmstars stolzieren in ihren langen Roben im Blitzlichtgewitter über den roten Teppich, und anschließend wird der wohl begehrteste Filmpreis der Welt vergeben. Hier tummeln sich alle Filmgrößen und das schon seit 1929. „Best Actress“ ist eine der vielen Kategorien in der der begehrte goldene Preis an eine glückliche Schauspielerin übergeben wird. Die Ausstellung „Best Actress“ der Deutschen Kinemathek ist eine außergewöhnliche Hommage an die Oscarpreisträgerinnen der 1930er Jahre bis heute. 73 Darstellerinnen sind es, die in dieser Ausstellung zu sehen sind. Schauspielerinnen wie Ingrid Bergman, Kate Winslet, Liza Minelli, Katharine Hepburn, Halle Berry oder Grace Kelly. Sie sind nicht nur Stilikonen ihrer Zeit und haben in prägenden, preisgekrönten Filmen mitgespielt, sie haben für ihre herausragenden schauspielerischen Leistungen auch einen Oscar erhalten. Ausgestellt werden Originalkostüme und Entwürfe, Filmrequisiten, Plakate und natürlich einige Fotos die einen ein Gefühl dafür geben, wie die Arbeit am Set und das Entstehen das Films von Statten gegangen ist. Auch audiovisuelle Installationen sind Teil der Ausstellung. „Best Actress“ gibt einem außerdem einen Einblick in die Mode, den Zeitgeist, Starruhm und den Rummel um die Akteure der Zeit der 30er Jahre bis heute.

Best Actress – Oscars. Rollen. Bilder.
10. Dezember 2015 – 01. Mai 2016
Deutsche Kinemathek
Potsdamer Straße 2, 10785 Berlin

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Ein von Szymon Matlak (@szymonmatlak) gepostetes Foto am

HAMBURG: RETROSPEKTIVE LYNN HERSHMAN LEESON

Lynn Hershman Leeson, eine der einflussreichsten Medienkünstlerinnen unserer Zeit. Sie befasst sich mit Themen wie der Identität in Zeiten des Konsums, das Verhältnis von Mensch und Maschine, sowie realer und virtueller Welt und der Privatsphäre in Zeiten der ständigen Überwachung. Aktuelle Themen, die sie zu einer der prägendsten Künstlerinnen unserer Zeit macht, und einem vor Augen führt, wie sich der Mensch in die Welt einfügt. Die Retrospektive gibt einen Überblick über alle Schaffensphasen der US-amerikanischen Künstlerin und zeigt auch ihre neusten Produktionen. Das besondere an den Arbeiten von Lynn Hershman Leeson ist, dass sie schon in den späten 1960er Jahren gesellschaftliche Fragen gestellt hat, die heute nach wie vor, und gerade jetzt gelten. Hershman-Leeson arbeitet mit vielen unterschiedlichen Medien: Fotografie, Video, Installation, Performance und Medienkunst. Zu den bekanntesten Arbeiten der Künstlerin zählen die aus der Werkreihe „Roberta Breitmore“ (1973-1978), benannt nach der gleichnamigen Kunstfigur, die meist von der Künstlerin selbst verkörpert wird. Auch der Umgang mit Identität und Sexualität spielt in den folgenden Arbeiten eine große Rolle und auch der Film „Teknolust“ von 2002, in dem unter anderem Schauspielerin Tilda Swinton zu sehen ist, beschäftigt sich mit künstlicher Intelligent, Cyber-Identität, Klonen und menschlicher Fortpflanzung. Passend zur heutigen digitalen Gesellschaft handeln Hershman Leesons Arbeiten von Srobotern mit Smartphones, Genetik und 3D-Biodruckern.

Noch bis zum 17. Januar 2016!
Sammlung Falckenberg
Wilstorfer Str. 72, 21073 Hamburg

MÜNCHEN: NEVER BREAK YOUR HEART

Künstlerin Jessica Zaydan nimmt mit ihrer Ausstellung „Never Break Your Heart“ ein ganz besonderes Phänomen unter die Lupe, basierend auf ihren eigenen Erfahrungen, beginnend in den 1990er- Jahren. Als Teenager war Jessica, wie Tausende andere mit ihr, ein riesiger Fan der Backstreet Boys und befasst sich nun, einige Jahre später mit ihrer Vergangenheit als Fangirl. Was ist jetzt, Jahre später aus den fanatischen Glücksgefühlen geworden, die Jessica nur bei betrachten eines Fotos der Band empfunden hat? Natürlich waren auch ihre Kinderzimmerwände voll mit Postern der damals so begehrten Jungs, und auch ihr Tagebuch blieb von der Fan-Hysterie und puren Emotionen nicht verschont. Knapp 20 Jahre später folgt nun Zaydans „Realitätstest“: Für eine Kreuzfahrt wurden die Backstreet Boys als permanenter Showact gebucht und natürlich ist die Künstlerin selbst mit an Board, um herauszufinden, ob ihr Herz heute noch genauso schnell schlägt wie damals. Ihre Reise dokumentiert sie mit Fotos und Videos und zeigt die damaligen Weltstars in unerwarteten Rollen. Die Ausstellung zeigt, wie Teenagerträume von der Realität abgelöst werden und zeigt gleichzeitig auch, dass egal wie sehr man als Jahre zuvor gefeiert wurde, der Ruhm nicht für immer anhalten kann.

Never Break Your Heart
11. Dezember 2015 – 14. Februar 2016
Münchner Stadtmuseum
Sankt-Jakobs-Platz 1, 80331 München

#throwbackthursdays #backstreetboys ❤

Ein von laura hemmings (@laurahemmings_) gepostetes Foto am

Text: Katrin Kobberger
© Instagram/ deichtorhallenhamburg

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